Schwierige Suche nach qualifiziertem Personal

Karsten Wolff (Vorsitzender im Präsidium des Kreisverbandes), Henning von Henninges (Präsidiumsmitglied), Christa Marie Grupe (Heimleiterin in Bockenem), Ulrich Meyer (Geschäftsführer im Kreisverband) und Dr. Udo Brisch (Präsidiumsmitglied, von links) stoßen auf ein erfolgreiches Jahr 2012 für das DRK an.

Neujahrsempfang im DRK-Seniorenheim Bockenem / Beide Häuser im Stadtgebiet zu 95 Prozent ausgelastet

Von Daniel Hinz
Bockenem

Zum zweiten Neujahrsempfang hatte jetzt das DRK-Seniorenheim in Bockenem eingeladen. „Dies soll eine feste Einrichtung werden – auch, um mit Vertretern des Kreisverbandes in Kontakt zu treten und einen guten Informationsaustausch zu bekommen“, sagte Heimleiterin Christa Grupe in ihren einleitenden Worten. Die Bockenemer Einrichtung sei gut aufgestellt, wolle sich aber noch weiter verbessern. Daher sei die Mitarbeiterschulung auch im Jahr 2012 ein wichtiges Thema. Aufnahmeschwester Silvia Bothe, beginnt eine Ausbildung zur Heimleiterin. „Somit haben wir, wenn ich mal ausscheide, eine qualifizierte potenzielle Nachfolgerin direkt im Haus“, erklärte Christa Grupe. Ihr neuer Stellvertreter wird Lars Bernaschewski, der auch schon seit 14 Jahren in der Einrichtung tätig ist.
Anschließend gab Karsten Wolff, neugewählter Vorsitzender im Präsidium des Kreisverbandes Hildesheim-Marienburg, einen Überblick über die Arbeit des DRK. Insgesamt gibt es 4800 Mitglieder in 28 Ortsverbänden. 170 Arbeiter beschäftigt der Verband, der einen Jahresumsatz von 7,5 Millionen Euro hat. Die Einrichtungen hätten bei unabhängigen Überprüfungen allesamt Topergebnisse erhalten. Trotzdem wolle man sich natürlich weiter verbessern. „Im Jahr 2011 gab es einige Irrungen und Wirrungen. Besonders natürlich bei der Neuaufteilung des Rettungsdienstes. Hier bereiten wir nun die Betriebsübergabe vor. Insgesamt konnten wir uns aber wirtschaftlich sanieren und sind zufrieden mit dem vergangenen Jahr“, so die Meinung des Vorsitzenden. In Bockenem gibt es Investitionen in Höhe von 500.000 Euro. Dies seien aber keine Bauinvestitionen, sondern feste Summen für den alltäglichen Verbrauch von Medikamenten oder Essen. Hier werde versucht, mit den örtlichen Unternehmen zusammenzuarbeiten, um die lokale Wirtschaft zu stärken.
Positiv liefen im letzten Jahr auch die Blutspendeaktionen ab. Im gesamten Kreisverband beteiligten sich daran 7500 Menschen, was einem Zuwachs von zwei Prozent entspricht. Allerdings sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. In einigen Ortsverbänden läuft es sehr gut, in anderen fehlen teilweise die Helfer. Daher gibt es nun ein mobiles Blutspendeteam. Diesem steht ein mobiler Lkw mit allen notwendigen Materialien und ein Helferpool aus etwa 25 Personen zur Verfügung. Wenn ein Ortsverband einen Blutspendetermin durchführen möchte, aber nicht die Mittel hat, diesen alleine durchzuführen, kann er sich von diesem mobilen Team Unterstützung geben lassen. Der erste Einsatz ist im Februar in Emmerke vorgesehen.
Auch im Katastrophendienst hat das DRK aufgerüstet. Hier steht demnächst ein neuer Lkw zur Verfügung. 70.000 Euro hat er gekostet, 50.000 Euro übernahm der Bund, 12.000 Euro der Kreisverband und 8000 Euro steuerte der Landesverband hinzu. Im Katastrophendienst sind derzeit 28 hauptamtliche und 110 ehrenamtliche Mitarbeiter tätig.
Große bauliche Veränderungen wird es im Jahr 2012 in den beiden DRK-Häusern in Bockenem und Volkersheim nicht geben. Für die Volkersheimer Einrichtung sind immerhin weitere Energiesparmaßnahmen und Sanierungen vorgesehen. Die Auslastung beider Häuser beträgt derzeit gut 95 Prozent und ist somit besser als zu Beginn des letzten Jahres. Im „Haus der Gemeinschaft“ für demenzkranke Menschen sind derzeit acht von zwölf Plätzen belegt. Schwierig gestaltet sich die Suche nach qualifiziertem Personal. „Vor allem examinierte Altenpflegekräfte suchen wir händeringend. Der Markt ist allerdings nicht sehr groß. Geeignete Fachkräfte zu finden, ist nicht einfach“, erklärte Geschäftsführer Ulrich Meyer. Die Stimmung für 2012 sei zwar positiv, aber durchaus auch angestrengt.