Sollten syrische Mädchen eingeschleust werden?

Hildesheim (bo). Am Dienstagabend, 23 Uhr, winkten Beamte der Hildesheimer Autobahnpolizei einen VW Golf, besetzt mit fünf Personen, auf die Rastanlage Hildesheimer Börde, Fahrtrichtung Nord, um die Fahrzeuginsassen zu kontrollieren. Im Auto befanden sich drei Syrer, 21, 24 und 40 Jahre alt, sowie zwei syrische Mädchen, 15 und 16 Jahre alt.
Die Männer, die nach jetzigen Erkenntnissen noch nicht straffällig geworden sind und allesamt über echte Ausweispapiere verfügten, stammen aus Hannover, Burgdorf und Gifhorn. Die beiden Mädchen konnten sich nicht ausweisen. Aufgrund von Ermittlungen vor Ort hinsichtlich der Identität und des Aufenthaltsgrundes in Deutschland kam heraus, dass der 40-jährige mit den Mädchen verwandt sein soll. Beide Mädchen seien am Nachmittag mit einem Flugzeug von Syrien aus kommend in Frankfurt gelandet. In Deutschland hätte man einen Asylantrag stellen wollen.
Während die Männer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ihre Fahrt fortsetzen durften, sind die beiden Mädchen in die Obhut des Jugendamtes der Stadt Hildesheim übergeben worden. Es wurde eine vorläufige Unterbringung in einer Jugendeinrichtung organisiert. Gegen die drei Erwachsenen wurden Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Einschleusung eingeleitet, gegen die Mädchen wegen Verdachts der unerlaubten Einreise sowie des illegalen Aufenthaltes. Die Ermittlungen dauern an.