SPD Ambergau pflegt die Tradition mit zünftigem Schlachteessen

Die zehnjährige Jubiläum der Rautenberger wurde gebührend gefeiert. (Foto: bo)

Über 60 Gäste ließen sich die frische Hausschlachtewurst gut schmecken

Ortshausen/Bockenem (bo). Die Älteren kennen das noch: Das Schwein aus dem eigenen Stall hinter dem Haus wurde vom Hausschlachter früh morgens geschlachtet, ausgenommen und zerlegt. Nachbarn und Freunde halfen dabei. Die ortsüblichen Wurstsorten wurden unter großem Krafteinsatz angemischt und in Naturdärme gepresst. Große und kleine Fleischstücke wurden bereitet. Auf die Schlachtbrühe wartete schon die ganze Nachbarschaft. Anschließend kam man zusammen, um gemeinsam zu essen und natürlich auch ordentlich zu trinken.
„Dieses Gemeinschaftsgefühl gilt es, am Leben zu erhalten“, daran erinnerte der Vorsitzende der Ambergau-SPD, Siegfried Berner, zu Beginn des gemütlichen Zusammenseins mit über 60 Gästen im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus in Ortshausen. Bernd Winter und Wolfgang Rittgarn sorgten gemeinsam mit etlichen Helfern für eine perfekte Organisation.
Neben den Gästen aus dem Vorharz hatten auch Freunde des Ortsvereins aus Güntersberge, der Partnerstadt Bockenems, den weiten Weg in den Ambergau nicht gescheut, um dabei sein zu können. Bereits zum zehnten Mal saßen auch Parteifreunde aus Rautenberg bei Harsum mit am reichlich gedeckten Tisch. Für dieses Jubiläum erhielten sie eine Urkunde sowie eine Flasche „flüssige Holzkohle“ vom Kohlemeiler des Ambergautages 2010.
Die Wurst vom Hausschlachter, das nach Ambergauart bereitete Sauerkraut, Steekefleisch, viele andere Leckereien und nicht zuletzt auch die Verdauungsschnäpschen steigerten die Stimmung zusehends. Genügend Zeit und Muße, um gemütlich miteinander zu klönen, führten dazu, dass sich die letzten Besucher erst nach Mitternacht auf den Heimweg machen. Wenn es die Gesundheit der „Wurstknechte“ zulässt, wird die Tradition des „SPD-Schlachte-Essens“ auch in 2012 fortgesetzt.