SPD fordert Aufnahme des Wunsches nach einer Kooperativen Gesamtschule in den Schulentwicklungsplan des Kreises

Die zukünftige demografische Entwicklung sowie eine möglichst optimale Schulinfrastruktur sind das Ziel des Schulentwicklungsplanes des Landkreises Hildesheim, der zurzeit in allen Kommunen diskutiert wird. Die zukünftige demografische Entwicklung sowie eine möglichst optimale Schulinfrastruktur sind das Ziel des Schulentwicklungsplanes des Landkreises Hildesheim, der zurzeit in allen Kommunen diskutiert wird.
In einem Diskussionspapier schlägt die Verwaltung des Kreises vor, künftig die Haupt- und Realschule in Bockenem zusammenzufassen. Weiterhin soll die Entwicklung der Schulen in Lamspringe und Bockenem nur noch gemeinsam betrachtet werden.
Diesen Vorschlag sieht die SPD Ambergau als wenig zukunftsweisend an. Der Fraktionsvorsitzende Siegfried Berner begründet diese Entscheidung wie folgt. Durchgehende verkehrstechnische Verbindungen zwischen Bockenem und Lamspringe gäbe es kaum. Auch seien die gewachsenen Strukturen auf andere Räume ausgerichtet. Nach Meinung der Sozialdemokraten werde mit einer Zusammenfassung weder die aktuelle Entwicklung im Schulbereich berücksichtigt, noch der langfristige Bestand beider Schulstandorte gesichert.
Nach Einrichtung der Integrierten Gesamtschule in Bad Salzdetfurth hätte sich der Trend zum Besuch einer Gesamtschule auch in Bockenem weiter verstärkt. Das bedeutet, dass immer mehr Kinder, um eine Gesamtschule besuchen zu können, dafür einen langen Schulweg im Bus in Kauf nehmen müssten.
Um den Kindern diesen langen Schulweg zu ersparen, hatte die SPD bereits 2007 einen ersten Antrag mit dem Ziel, in Bockenem eine kooperative Gesamtschule einzurichten, in den Rat eingebracht. Dieses auch mit dem Ziel, langfristig eine zu geringe Auslastung des modernen Schulzentrums zu vermeiden. Schließlich wurden die Gebäude in den letzten Jahren mit erheblichen Mitteln, auch des Bundes, erweitert und saniert. Die Entscheidung die modernen Fachräume sowie die beiden Turnhallen nicht optimal zu nutzen sei nicht nachvollziehbar.
Als 2008 über den Standort einer zweiten integrierten Gesamtschule im Landkreis entschieden wurde und Bockenem hierfür wegen seiner Randlage nicht in Frage kam, ging der Ambergau leer aus.
Die anstehende Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes und ein sichtbares Umdenken der Landes–CDU bei der Festlegung der Mehrzügigkeit von Klassen in Gesamtschulen lässt nach Meinung der SPD Ambergau nunmehr für Bockenem hoffen.
Wichtig sei es jetzt, dass der gesamte Bockenemer Rat seine bereits 2008 getroffene Entscheidung für eine Gesamtschule schnellstmöglich bestätige, um den Bürgermeister der Stadt aufzufordern, in der Stellungnahme der Stadt Bockenem zum Schulentwicklungsplan, den Wunsch Bockenems nach Einrichtung einer kooperativen Gesamtschule aufzunehmen.
Es gelte, dass Bockenem jede Chance nutze das Schulangebot im Ambergau zukunftssicher zu gestalten.