Spektakulärer Unfall im A7-Baustellenbereich bei Bockenem endet glimpflich

Auf der Fahrbahn in Richtung Nord ging nichts mehr. Rund eine Stunde dauerte die Vollsperrung an.

Verkehrsunfall auf Autobahn 7 führt zur Vollsperrung bei Bockenem und sorgt für kilometerlangen Stau im Silvester-Rückreiseverkehr – Fahrer hatte Schutzengel - rund 50 Einsatzkräfte bringen die Lage unter Kontrolle.

Glück im Unglück hatte ein 31-jähriger Mann am Neujahrstag auf der Autobahn 7 zwischen der Anschlussstelle Bockenem und dem Dreieck Salzgitter. Kurz vor 18 Uhr befuhr er mit seinem VW Golf die Autobahn 7 in Richtung Nord. Nur wenige Meter hinter der Anschlussstelle Bockenem, im engen Baustellenbereich, fuhr der Fahrer auf die rechtsseitig verlaufende Außenschutzplanke auf, überschlug sich in der Luft und kam auf dem Dach zum Stehen. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer beschrieben den Unfallhergang wie eine Filmszene aus einem James-Bond Streifen. „Plötzlich, so Zeugen, soll der Wagen vor ihnen abgehoben, sich in der Luft gedreht haben und mit dem Dach auf der Fahrbahn weiter gerutscht sein, bis der Wagen zum Stehen kam“, erklärt Ortsbrandmeister Timo Hurlemann aus Rhüden. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er auf die Gegenfahrbahn geflogen wäre“ fuhr er fort. Auf der Autobahn herrschte reger Silvester-Rückreise-Verkehr.

Wie durch ein Wunder, kam das Fahrzeug mitten auf der Fahrbahn in Richtung Nord zum stehen, ohne dass ein weiteres Fahrzeug auf den Unfallwagen auffuhr. Auch geriet das Fahrzeug nicht in den Gegenverkehr. Der Fahrer konnte sich selbst, leicht verletzt, aus seiner misslichen Lage befreien. Zur weiteren ärztlichen Behandlung kam er anschließend ins Krankenhaus. Die alarmierten Feuerwehren aus Rhüden und Seesen konnten aufatmen, dass der Fahrer nicht erst - wie nach der Alarmierungsmitteilung zu befürchten war - mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeug gerettet werden musste. Die Autobahn musste für gut eineinhalb Stunden vollständig in Richtung Nord gesperrt werden. Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Rettungsdienst, Autobahnpolizei und Abschleppunternehmen sorgten für die Versorgung des Fahrers, den nötigen Absperrmaßnahmen, den Abtransport des Fahrzeugs aus dem engen Baustellenbereich und insgesamt wieder für freie Fahrt auf der Autobahn. Die Polizei Hildesheim schätzt den Sachschaden auf etwa 25.500 Euro.