Spenden werden noch benötigt

Die Aktion „sozialer Tannenbaum“ findet in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Das AWO-Lädchen in Person von Ursula Lother und Angelika Sudzius (von rechts) spendet dafür 350 Euro.

Aktion „Sozialer Tannenbaum“ läuft an / Voraussichtlich rund 150 Geschenke werden gebraucht

Bereits zum sechsten Mal gibt es in diesem Jahr den sozialen Tannenbaum in Bockenem. Organisiert von der Freiwilligenagentur „Miteinander im Ambergau“ (MiA) werden jedes Jahr zwischen 100 und 150 Kinder aus sozial schwachen Familien mit einem Geschenk erfreut. Mit „sozial schwach“ sind dabei nicht nur Harz4-Empfänger gemeint. Auch bei arbeitenden Eltern ist das Geld manchmal knapp, und nicht zuletzt soll den Flüchtlingskindern eine Freude bereitet werden.
Sie alle können ab sofort zu den üblichen Öffnungszeiten die Wunschzettel bei der MiA auf dem Buchholzmarkt abholen. Aber auch Schulen und Kindergärten verteilen diese wie üblich. Der Ablauf bleibt dabei unverändert. Rund 20 Euro darf der Wunsch kosten, ein Ersatz sollte mit angegeben werden. Denn nicht immer kann der „Erst-Wunsch“ erfüllt werden. Die ersten Zettel sind bereits bei der Freiwilligenagentur eingegangen. Die restlichen müssen bis Freitag, 27. November, abgegeben werden. „Später eingehende Zettel können wir leider nicht mehr berücksichtigen“, erklärt MiA-Chefin  Susanne Meyer. Schließlich geht es anschließend an das große Einkaufen.
Damit eingekauft werden kann, brauchen die Verantwortlichen natürlich die entsprechenden Geldmittel. „Zu Beginn war es wirklich problematisch, das Geld zusammenzubekommen. In den letzten beiden Jahren war es deutlich einfacher. Die Aktion hat sich inzwischen etabliert,“ so Meyer. Sie hofft natürlich wieder auf die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung und Institutionen. Eine große Hilfe ist immer der Zuschuss der Bürgerstiftung Bockenem-Ambergau. Sie gibt in diesem Jahr 1.000 Euro für den „sozialen Tannenbaum“. Aufgrund der derzeitigen niedrigen Zinserträge fällt der Betrag diesmal etwas geringer aus. Da kommen die 350 Euro, die am gestrigen Freitag aus den Erlösen des benachbarten AWO-Lädchens übergeben wurden, natürlich gerade recht.
Nicht nur die Freiwilligenagentur erfüllt die Wünsche der Kinder. Jeder Bürger kann sich einen der Zettel vom Tannenbaum, der sich im Schaufenster der MiA befindet, mitnehmen und das darauf geschriebene Geschenk besorgen. Dabei bleiben sowohl Empfänger als auch Besorger anonym. Die Spanne der Geschenke ist immer groß. Oft standen Gutscheine auf den Zetteln, doch auch Spielzeug stand hoch im Kurs. Vom Monopoly-Spiel bis hin zur Schultafel war schon alles dabei. Aber auch Winterstiefel wurden bereits gewünscht. Die Pakete werden dann kurz vor dem Heiligen Abend im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier vom Weihnachtsmann an die Kinder übergeben.