Sportplatz an der Mahlumer Straße ist Thema im Ausschuss

Den Sportplatz an der Mahlumer Straße teilen sich der SV Bockenem 2007 und der SV Bockenem 1919/2008 auch in Zukunft.

Änderungsantrag des SV Bockenem 1919/2008 über die Nutzung des Platzes wird zugestimmt

In der jüngsten Sitzung des Ausschuss für Schule, Jugend und Bürgerangelegenheiten, ging es vor allem um die beiden fußballtreibenden Vereine in der Kernstadt. Zunächst lag ein Antrag des SV Bockenem 1919/2008 über einen Änderungsvertrag über die Nutzung des Sportplatzes an der Mahlumer Straße vor. Bislang darf der Verein diesen für seine beiden Mannschaften am Dienstag und Donnerstag nutzen. An den anderen drei Werktagen steht er dem SV Bockenem 2007 zur Verfügung. Dies wird auch in Zukunft so bleiben. Aber die neue Version sieht vor, dass der Punkt bei triftigen Gründen geändert werden kann. Was die Kabinen- und Duschensituation angeht, bemüht sich die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem SVB 1919/2008 zu unterstützen. Bislang können sie die Kabinen und Duschen der Ambergausporthalle nutzen. Nur in den Sommerferien gibt es Probleme, da diese dann nicht zur Verfügung stehen. In diesem Jahr erklärte sich der SVB 2007 dazu bereit, den Kellertrakt ihres Gebäudes zur Verfügung zu stellen.
Der zweite Vorsitzende der 2008er, Thomas Schneider, erklärte, dass sein Verein gerne die alleinige Nutzung des Sportplatzes bekommen hätte, damit "die beiden Vereine gezwungen werden würden, aufeinander zuzugehen." Das ging Verwaltung und Ausschuss dann aber doch zu weit. Ausschussmitglied Ulrike Schumann (CDU) sprach wohl die Meinung der meisten Anwesenden aus: "Noch vor zwei Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir so einem Vertrag zustimmen. Die gegenseitigen Anfeindungen, auch Politik und Verwaltung gegenüber, waren schon sehr stark. Ich bin froh, dass wir darüber nun hinweg sind und es langsam Gespräche miteinander gibt." Am Ende wurde der Änderungsvertag einstimmig angenommen. Alle Beteiligten äußerten die Hoffnung, dass die beiden Vereine in Zukunft weiter aufeinander zugehen. Michael Loske von der Verwaltung erklärte, dass man mit beiden Vereinsvorständen gut reden könne. Es sei zwar schwierig, aber er sei guter Hoffnung. Allgemeiner Tenor im Ausschuss ist, dass wieder ein einziger Verein in der Kernstadt anzustreben sei.
Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde dem Antrag des SV Bockenem 2007 über einen Zuschuss für den Einbau der Biogasanlage zugestimmt. 70 Prozent der Kosten, aber maximal 800 Euro wird der Verein erhalten. Allerdings erst im nächsten Haushaltsjahr.
Der letzte Punkt betraf die Hauswirtschaftskräfte in den Kindertagesstätten. Da es immer mehr Kinder gibt, die in der KiTa ein Mittagessen erhalten, reichen die bisherigen Zeiten nicht mehr aus. Statt der 25 Kinder, die es bei Gewährung der ersten Kraft war, seien es nun 50. In Zukunft erhalten der AWO-Kindergarten und der evangelische Kindergarten Bockenem jeweils eine Verdopplung auf 1,5 Stunden pro Tag zugesprochen.