Stadtbadförderverein Bockenem stellt Pläne vor

Die Stahlwände des neuen Schwimmerbeckens stehen. Bislang verlaufen alle Arbeiten im Zeitplan, so dass die Eröffnung im Juni erfolgen kann. (Foto: Vollmer)
 
Beim Neujahrsempfang des Stadtbadfördervereins wurde schon mal auf die neue Anlage mit einem Glas Sekt angestoßen (von links): Hans-Heinrich Schrader, Gerhard Zerrenthin, Katrin Ehrbar, Maike Mahnkopf, Dirk Bode und Rainer Block. (Foto: Vollmer)

Umgestaltung des Freibades liegt voll im Zeitplan / Neueröffnung am 1. Juni / Neujahrsempfang mit Sekt

Kein Schnee oder Frost in Sicht: Diese Vorhersagen hört Bauleiter Frank Kappey gerne. Daher fällt seine Prognose, dass die Umgestaltung des Bockenemer Freibades pünktlich abgeschlossen werden kann, auch sehr optimistisch aus. „Alles ist im grünen Bereich. Wenn es weiter so gut geht, klappt es ganz sicher zum 1. Juni. Vielleicht schaffen wir es sogar, ein wenig früher fertig zu werden“, berichtet der Bauleiter. Das wird auch die Vorstandsmitglieder des Stadtbadfördervereins Bockenem sehr freuen. Bei einem Neujahrsempfang, der kurzerhand im Freibad veranstaltet wurde, konnten sich die Mitglieder und Interessierte bei einem Glas Sekt oder Becher Glühwein vor Ort über den Stand der Dinge informieren.
„Frost würde natürlich die weiteren Planungen durchkreuzen. Regen macht uns dagegen nichts aus“, erläutert Frank Kappey. Seit Baubeginn habe es keine gravierenden Probleme gegeben. Allerdings wurde am neuen Standort des Technikgebäudes Schichtwasser festgestellt. So musste die Statik auf den Prüfstein gestellt werden. Als nächsten Schritt geht es nun daran, die Wände im Nichtschwimmerbecken aufzustellen. Parallel dazu werden die Rohre zum Technikgebäude verlegt sowie der Boden verfüllt.
Dann geht es für die Arbeiter auch schon auf die Zielgerade. „Voraussichtlich im April folgen dann die Pflasterarbeiten“, fügt Frank Kappey hinzu. Beim Neujahrsempfang begutachteten die Mitglieder des Stadtbadfördervereins insbesondere das Schwimmerbecken, das bereits mit den Wänden klare Strukturen aufweist. „So ein Edelstahlbecken hat den Vorteil, dass es schnell aufgestellt werden kann. Nach dem Verschweißen ist ein Wasserverlust ausgeschlossen“, meinte Kappey.
Das war in der Vergangenheit immer wieder ein heikles Thema. Bis zum letzten Tag konnte niemand sagen, wohin Tag für Tag große Mengen Wasser einfach so versickern. Auch zum Thema Kosten gibt es gute Nachrichten. Die Sanierung bleibt voraussichtlich im Kostenrahmen von 2,1 Millionen Euro. Die Förderer freuen sich schon jetzt auf das Ende der umfassenden Arbeiten. Im Sommer wird sich die Anlage in einem ganz neuen Bild präsentieren.
Die gravierendste Änderung liegt in den zwei voneinander getrennten Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, wobei die acht vorgesehenen Bahnen statt wie bisher 50 dann nur noch eine Länge von 25 Metern haben. Im Nichtschwimmerbereich sind verschiedene Attraktionen eingeplant.
Das Angebot reicht von einer Breitrutsche über eine Schaukelgrotte, in der die Freibadbesucher sich durch Muskelkraft hochschaukeln können, bis zu Wassermassagedüsen. Eine neue Ära läutet die Stadt auch in Sachen Energie ein. Eine Bioenergieanlage, die ein Blockheizkraftwerk speist, bringt der Verwaltung nicht nur erhebliche Ein­sparungen.
Auch die Nutzer des Bades profitieren von den neuen Möglichkeiten. Auf sie wartet bereits am ersten Saisontag angenehm warmes Wasser. „Mit dem Stand der Dinge sind wir sehr zufrieden“, bringt es der Vorsitzende des Stadtbadfördervereins, Gerhard Zerrenthin, auf den Punkt. Auch Bauamtsleiter Bernd Arndt hat derzeit keinen Grund zu meckern.
Den Empfang im Freibad nutzten gleich mehrere Bockenemer, um eine Erinnerungs­fliese zu erstehen. Sie stammen aus dem alten Becken. Auf der Rückseite erinnert ein Zertifikat an das frühere Erscheinungsbild.
55 Stück wurden bisher verkauft. Wer noch ein Exemplar für zehn Euro haben möchte, muss sich allerdings sputen. „Einige wenige Fliesen sind noch vorrätig“, berichtet Vorstandsmitglied Katrin Ehrbar, die sich um die Bestellungen kümmert.