Standing Ovations in Straßburg und Paris

Die SingAkademie Niedersachsen bei ihrem Auftritt im Straßburger Münster.

SingAkademie Niedersachsen war mit Brahms-Requiem auf Konzertreise / Botschafterin als Schirmherrin

„Das war einfach cool,“ sagt der junge Marius Weigel aus Seesen über das Konzert der SingAkademie Niedersachsen im Straßburger Münster. Er war einer von 80 Sängerinnen und Sängern, die sich unter der Leitung von Claus-Ulrich Heinke auf eine Konzertreise nach Straßburg und Paris gemacht hatten.

„Ein deutsches Requiem“ von J. Brahms hatte die auch international aktive SingAkademie auf dem Programm, und zwar in einer Version für Chor, Solisten, zwei Klavieren und Pauken.
„Diese Musik gehört zu den bedeutendsten Werken der deutschen Musikgeschichte. Alle machen dabei tiefe und bewegende Erfahrungen, ob als Ausführende oder Zuhörende. Oder auch als Dirigent,“ meint dazu der in Bockenem wohnende künstlerische Leiter. Und seine Frau, als Sängerin und Gesangspädagogin für das stimmliche Training des Chores verantwortlich, zeigt sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Das war ein wirklich klangschön singender Chor, der dem Werk und seinen hohen Anforderungen in allem gerecht wurde. Die Arbeit hat sich gelohnt,“ sagt sie nicht ohne Stolz.
Das fand sichtlich auch das Publikum. Schon beim Vorkonzert in Straßburgs deutscher Nachbarstadt Kehl/Rhein gab es standing Ovations. Das gleiche wiederholte sich dann im sehr gut besuchten Konzert im Straßburger Münster. „Es war ein gewaltiges Gefühl, in diesem großen und berühmten Raum singen zu dürfen,“ meinte Lukas Schwedeck. Der Bockenemer gehört zu der aktiven Gruppe von Jugendlichen, die diese Reise mitmachen durften. In Paris gastierte das Ensemble dann in der zentral gelegenen großen gotischen Kathedrale St. Eustache, die zu den renommierten Konzertkirchen der Millionenstadt an der Seine gehört.
Das Konzert stand im Zusammenhang mit dem Jubiläum „50 Jahre Elysee-Vertrag“, mit dem 1963 die deutsch-französische Aussöhnung und neue Freundschaft besiegelt wurde. Vor diesem Hintergrund hatte auch die Botschafterin Deutschlands Susanne Wasum-Rainer in Frankreich die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.
Das nächste Konzert von Claus-Ulrich Heinke ist am Sonntag, 3. November, um 17 Uhr, in der Marienkirche Bockenem-Schlewecke. Da dirigiert er das Kammerorchester „Camerata Potsdam“ mit dem Programm „Klassisches Jagdkonzert“. Auf dem Programm klassische Jagdkonzerte von Bach, Mozart, Fasch und Graupner. Das Bläsercorps der Jägerschaft Osterode wird das Programm ergänzen.