Stephan Topp neuer Geschäftsführer

Zum Abschied legte der scheidende Kreisgeschäftsführer Markus Baulke eine flotte Sohle aufs Parkett. (Foto: Vollmer)
 
Neuer Geschäftsführer des DRK Hildesheim-Marienburg: Stephan Topp.

Markus Baulke verabschiedet sich bei Mitgliederversammlung des DRK-Kreisverbandes Hildesheim-Marienburg

Ein personeller Wechsel steht beim DRK-Kreisverband Hildesheim-Marienburg ins Haus. Geschäftsführer Markus Baulke beendet dort seine Tätigkeit. Die Mitgliederversammlung nahm der Bornumer zum Anlass, sich von den Rotkreuzlern zu verabschieden.

Kreis Hildesheim/Bockenem (vo). „Ich habe in diesen Jahren viel gelernt und bedanke mich bei den Geschäftspartnern sowie allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern“, erklärte Baulke. Die Nachfolge tritt Stephan Topp an, der sich den über 100 Delegierten vorstellte. Der gebürtige Westfale war bereits in vielen Bundesländern für das DRK tätig. Zuletzt übernahm der 49-Jährige die Aufgabe als Fachbereichsleiter Rettungsdienst im DRK-Landesverband Niedersachsen und trug gleichzeitig die Verantwortung als Leiter der DRK-Rettungsschule in Goslar von Juli bis September 2010. „Den erfolgreichen Kurs meines Vorgängers, Markus Baulke, möchte ich gern weiterverfolgen, sowie diesen an geeigneter Stelle optimieren. In meiner über 30-jährigen Tätigkeit im Roten Kreuz habe ich diesen Verband als starken Partner in unterschiedlichen Bereichen wahrgenommen und möchte zukünftig zu einer strategischen und erfolgreichen Entwicklung des DRK insgesamt beitragen“, so Topp.
Änderungen gab es auch im Präsidium. Nachdem Eveline Philipp im Frühjahr ihre Position als stellvertretende Präsidiumsvorsitzende zur Verfügung gestellt hatte, musste nun eine Nachwahl erfolgen. Ihre Funktion nimmt künftig Karsten Wolff ein. Er arbeitet bei der Zentralen Polizeidirektion Hannover als Pressesprecher. Als Leiter des Jugendrotkreuzes bestätigten die Mitglieder einstimmig Karsten Berlinecke. Er hat die Nachfolge von Jan Burgdorf angetreten. Sieglinde Deffner-Korrmann bleibt zunächst kommissarisch als Ortsvereinsbeauftragte tätig.
Präsidiumsvorsitzender Frank Kellner ging in seinem Bericht auf den Wechsel im DRK-Seniorenpark Diekholzen ein. Ein neuer Betreiber hat im Juni das Haus übernommen. Der neue Jugendrotkreuzleiter Karsten Berlinecke kündigte die Gründung einer JRK-Leitungsmannschaft an. Außerdem sollen Arbeitsbereiche aufgeteilt werden. Für den Kreisleiter seien es einfach zu viele Dinge, die zu erledigen sind. Themen für die Zukunft sind zum Beispiel der Ausbau einzelner Ortsgruppen und die Zusammenführung von JRK-Gruppen.
In vielfältiger Weise waren auch die Bereitschaften des DRK aktiv. Sie wurden unter anderem mit dem Sanitäts- und Rettungsdienst bei Wahlkampfveranstaltungen, unter anderem mit der Bundeskanzlerin, beauftragt. Die Schnelleinsatzgruppen (SEG) blickten auf zwei Einsätze und fünf Übungen zurück. Eine Reihe von Übungen absolvierten die DRKler im vergangenen Jahr auch mit den Freiwilligen Feuerwehren. Heinz-Otto Kobbe, der Beauftragte für Sozialarbeit, stellte an dem Abend das Wirken von zwei Frauen in den Mittelpunkt. Hildegard Fuchs und Hannelore Mommer wurde in Würdigung ihrer Verdienste das Bundesverdienstkreuz verliehen. „Das Ehrenamt bildet einen wesentlichen Baustein bei allen Aktivitäten des Roten Kreuzes. Dazu gehört insbesondere auch der Bereich der Sozialarbeit“, betonte Heinz-Otto Kobbe. Die Gesellschaft sei auf jeden Einzelnen angewiesen.
Markus Baulke gab in der Mitgliederversammlung seinen letzten Jahresbericht für die Gesellschaft für soziale Einrichtungen ab. Die Gesamtbelegung der stationären Einrichtungen ist um zwei Punkte auf 82 Prozent angestiegen. Fachkräftemangel gehe mit hoher Personalfluktuation einher. Der scheidende Geschäftsführer berichtete von größeren Instandsetzungsarbeiten in den Einrichtungen in Bockenem und Volkersheim. Für die Wohnanlage Diekholzen sei ein Belegungsrückgang festzustellen. Während in Diekholzen der Betriebsübergang auf die Hesena Care GmbH geregelt wurde, stand in Volkersheim die Eröffnung des „Hauses der Gemeinschaft“ – eine Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen – im Kalender. Für die Zukunft sieht er weitere Konsolidierungsmaßnahmen der stationären Einrichtungen und die Gründung eines gemeinsamen Rettungsdienstes mit Alfeld. Außerdem ist eine Reorganisation der Kindertagesstätte in Schellerten angedacht. Die Gesellschaft für soziale Dienste beendete das Jahr 2009 mit einem leichten Defizit von 18.000 Euro.
Für Stimmung sorgte in der Mitgliederversammlung Conny Frenzel, die zunächst als betagte Dame die Rotkreuzler mit einigen rhythmischen Übungen zur Musik animierte. Doch dann entpuppte sich die Inhaberin einer Tanzschule als attraktive Dancing-Queen, die den Kreisgeschäftsführer mit einem gemeinsamen Tänzchen ganz schön ins Schwitzen brachte.