St.Florianfigur zum 85. Geburtstag

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Bültum standen zum Geburtstag auch Ehrungen auf dem Programm (von links): Martin Bartölke, Markus Bohnsack, Gerd-Christian Barte, Klaus Niemann, Alfred Schneider und Ole Weber. (Foto: Vollmer)
 
Zugführer Volker Thüne (Mitte) übergibt zum 85-jährigen Bestehen der Wehr Bültums Ortsbrandmeister Markus Bohnsack eine St.-Florians-Figur, links Stellvertreter Ole Weber. (Foto: Vollmer)

Feuerwehr Bültum feiert und ehrt langjährige Mitglieder

Eine Sirene gab es vor 85 Jahren noch nicht. Damals haben zwei Hornisten die Feuerwehrleute aus Bültum zu Einsätzen gerufen. „Nach dem Zweiten Weltkrieg kam dann eine Sirene auf das heutige Feuerwehrhaus“, blickte Ortsbrandmeister Markus Bohnsack bei der Geburtstagsfeier zurück. 29 Gemeindemitglieder hätten am 19. Februar 1930 unter Mitwirkung des damaligen Kreisbrandmeisters die Freiwillige Feuerwehr Bültum aus der Taufe gehoben. Bis dahin sorgte eine Pflichtfeuerwehr für die Sicherheit im Dorf. Ein Jahr nach ihrer Gründung mussten die Bültumer Blauröcke zu ihrem ersten Einsatz ausrücken. Es brannte gleich auf zwei Höfen. Die neu erworbene Motorspritze bestand dabei ihre Bewährungsprobe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann im Oktober 1945 der Übungsbetrieb langsam wieder anzulaufen. Die Anschaffung einer Tragkraftspritze vom Typ TS 8 samt Anhänger vereinfachte ab 1960 die Arbeit der Aktiven. 1963 wurde ein neues Gerätehaus auf der Stelle des alten Spritzenhauses errichtet. Der Schlauchtrockenturm verschwand wenig später aus dem Ortsbild, da die Wartung der Schläuche von der Kreisschirrmeisterei in Groß Düngen übernommen wurde. Um die Löschwasserversorgung im Oberdorf sicherzustellen, wurde 1971 eine unterirdische Löschwasserzisterne mit einem Inhalt von 150 Kubikmeter Wasser auf dem alten Schulturnplatz eingerichtet.
Immer wieder kam es in den Folgejahren zu Bränden im Ort. Ein Feuer ist bis heute unvergessen geblieben. Im Januar 1996 brannte bei minus zehn Grad Celsius in der Ilder Straße ein Wohnhaus. Auch der eisige Ostwind trug dazu bei, dass das Gebäude nach Ende der Löscharbeiten mit einem Eispanzer und Eiszapfen überzogen war. Es wurde später abgerissen. 2013 nahm die Ortswehr von der Stadt ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug in Empfang.
Neben den vielen Dienststunden übernehmen die Mitglieder regelmäßig auch andere Aufgaben im Ort. So beteiligen sich die Feuerwehrleute zum Beispiel an den Dorffesten. Dazu kommen weitere Unternehmungen wie Wanderungen, Fahrten oder Besichtigungen. Die Bültumer Wehr zählt derzeit 24 aktive und 36 fördernde Mitglieder. Dazu kommen zehn Alterskameraden.
Bürgermeister Martin Bartölke dankte den Brandschützern für ihr Engagement zum Wohle der Bürger. Ortsvorsteher Jan Robert Ohlendorf betonte, dass die Wehr stets für die Belange im Dorf mit Rat und Tat zur Stelle sei. Abschnittsleiter Alexander Bilek überbrachte Glückwünsche der Kreisfeuerwehr. „Wenn die Feuerwehr einlädt, ist das gesamte Dorf auf den Beinen. Das ist auch gut so“, meinte Stadtbrandmeister Alfred Schneider. Die Bültumer Wehr sei eine tragende Säule in der Dorfgemeinschaft. Der Ortsbrandmeister bedankte sich bei der Familie Ohlendorf für die Nutzung der Maschinenhalle mit einem Präsent.
Auf dem Programm standen auch Ehrungen. Stadtbrandmeister Alfred Schneider zeichnete zwei Mitglieder im Rahmen der Geburtstagsfeier der Wehr mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes aus. Das Niedersächsische Ehrenzeichen in Silber nahm Ortsbrandmeister Markus Bohnsack selbst für 25 Dienstjahre in Empfang. Für die Stadt Bockenem überreichte Bürgermeister Bartölke Urkunden und Präsente an die Jubilare. Anschließend lud Diskjockey Wilhelm Habekost zum Tanz ein.

Ehrungen
50 Jahre Mitgliedschaft: Gerd-Christian Barte und Klaus Niemann;
25 Jahre aktiv: Markus Bohnsack.