Suche nach Einsparmöglichkeiten hat begonnen

Mittlerweile hat das Außengelände der Grundschule Bockenem durch den installierten Zaun „Kontur“ angenommen. Im Bereich der Bäume (links) möchte die Schule einen ansprechenden Rückzugsbereich für die Schüler einrichten. (Foto: Knoblich)

Fachausschuss will Umgestaltung des Schulhofes der Grundschule Bockenem in den Fraktionen beraten wissen

Von Karsten Knoblich, Bockenem

Es geht um die Kinder; darum, dass sie sich wohlfühlen: Das betonte der Leiter der Bockenemer Grundschule, Jürgen Andre, im Verlauf der jüngsten Sitzung des ratseigenen Jugend- und Schulausschusses gleich mehrfach. Die Schule möchte für die Kinder bekanntlich einen bewegungsfreundlichen Rückzugsbereich einrichten (der „Beobachter“ berichtete bereits).
Zusammen mit der Elternvereinsvorsitzenden Anja Achilles-Siever stellte Andre die seitens der Schule ins Auge gefassten Maßnahmen noch einmal kurz vor. Demnach soll ein Teil der geschlossenen Teerdecke auf dem Schulhof, und zwar der mit Bäumen bestandene entlang des Steinmetzweges, aufgebrochen werden. Den Untergrund sollen künftig Holzhackschnitzel bilden, zu installierende Baumstämme würden zum Zusammensitzen und Klettern einladen, und Findlinge sollen als Begrenzung zum Schulhof dienen. Dieser obere Abschnitt des Schulhofs – und ausschließlich um den geht es zunächst einmal – soll zum Ruhebereich werden; der untere, wo zwei Ballspielfelder angedacht sind, wäre dann entsprechend der Bewegungsbereich.
Mit Kosten in einem Größenbereich von 22.700 Euro habe man nach den Worten von Michael Loske für die Realisierung der Maßnahme zu rechnen. Der Bereichsleiter verwies damit auf ein Angebot, das die Verwaltung eingeholt hatte. Hier komme es allerdings unter anderem noch darauf an, ob beispielsweise der Teer belastet sei oder welchen Durchmesser die Baumstämme letztlich haben. Anja Achilles-Siever machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass bereits Eigenmittel vorhanden seien. So kamen beim Benefizkonzert „Bockenem hilft!“ Anfang dieses Jahres 3600 Euro für das Projekt zusammen. Weitere 2000 Euro als Erlös aus verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen stünden ebenfalls zur Verfügung. Bedenken aus der Runde heraus, dass Holzhackschnitzel alle zwei bis drei Jahre erneuert werden müssen und somit Folgekosten verursachten, trat Schulleiter Jürgen Andre entgegen. „Für den Austausch des Belages ist die Schule zuständig; dies wird den Haushalt der Stadt nicht belasten“, sagte er.
Letztlich konnte sich der Ausschuss nicht dazu durchringen, Nägel mit Köpfen zu machen. Man verständigte sich vielmehr darauf, den Projektplan inklusive Kostenaufstellung allen Ratsmitgliedern zukommen zu lassen und die geplante Umgestaltung zum Gegenstand weiterer Beratungen in den Fraktionen zu machen. Davon verspricht man sich vor allem noch Ideen und Anregungen, wie sich Kosten einsparen lassen.
Des Weiteren votierten die Ausschussmitglieder einstimmig dafür, dem Schützenverein Horrido Bornum für die Erneuerung des Schützenhaus-Daches einen Zuschuss in Höhe von 1800 Euro zu gewähren. Zuvor hatte bereits der Ortsrat Bornum 200 Euro aus Ortschaftsmitteln dafür bewilligt. Schließlich „haben es Vereine, die eigene Häuser unterhalten müssen, schon schwer genug“, machte Jürgen Samblebe deutlich.
In puncto „Zuschuss für die Krebsnachsorge-Beratungsstelle Bockenem“ sind alle Unklarheiten beseitigt, teilte Michael Loske im Verlauf der Sitzung mit. Nach den vorliegenden Unterlagen und Stellungnahmen des AWO-Kreisverbandes sei festzustellen, dass der städtische Zuschuss in Höhe von 1500 Euro für betroffene Einwohner in Bockenem verwendet wurde. 400 Euro wurden der Beratungstelle vor Ort als Soforthilfe bereits überwiesen; nun erhält der Kreisverband die Restsumme.