Tote 22-Jährige: Keine Hinweise auf K.O.-Tropfen

Staatsanwaltschaft Hildesheim wartet auf weiteres Untersuchungsergebnis

Alfeld/Hildesheim (bo). Die Ergebnisse der Blut- und Urinuntersuchungen der am 28. Mai in einer Alfelder Diskothek zusammengebrochenen und später verstorbenen 22-Jährigen (der „Beobachter“ berichtete) erbrachten keine Hinweise auf eine Fremdbeibringung von sogenannten K.O.-Tropfen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim jetzt mit.
Zwar habe das Landeskriminalamt Spuren von Gamma-Hydroxybuttersäure (GHB), den sogenannten K.O.-Tropfen, feststellen können. In postmortalen Sekreten, wie Blut und Urin von Verstorbenen, seien jedoch regelmäßig Bakterien vorhanden, die körpereigene Substanzen in GHB umwandeln. Dass diese Bakterien auch für den Befund der verstorbenen jungen Frau ursächlich sein dürften, ergebe sich aus dem Ergebnis zweier zeitlich nacheinander untersuchter Proben. Die zeitlich später untersuchte Probe habe einen deutlich höheren GHB-Gehalt aufgewiesen.
Zudem ist GHB in einer gewissen Konzentration bereits in natürlicher Form im Körper jedes Menschen vorhanden.
Das Ergebnis der histologischen Untersuchung zur möglichen Todesursächlichkeit der bei der Obduktion festgestellten Herzmuskelveränderung steht noch aus und wird in etwa drei Wochen erwartet.