Überwältigendes Interesse an der Podiumsdiskussion

Moderator Claus-Ulrich Heinke mit den drei Kandidaten Rainer Block, Markus Walter und Martin Bartölke (von links).

Rund 500 Bockenemer hören sich die Vorstellung der drei Bürgermeisterkandidaten an

Geht man nach dem Interesse an der Podiumsdiskussion, dürfte es bei der Bürgermeisterwahl am 15. Februar eine Rekordbeteiligung geben. Die kleine Oberschul-Sporthalle, die künftig den Namen Wilhelm-Busch-Halle tragen soll, platzte aus allen Nähten. Bei 500 Zuhörern war dann Schluss. Einige interessierte Bürger drehten schnurstracks wieder um, als sie den großen Andrang sahen.
Die Begrüßung fiel dankenswerterweise kurz aus. Die Veranstalter, Martin Sieber vom Regionalforum der IG BCE und Hans Jochen Martini vom Bürgerverein Bockenem, dankten zunächst allen drei Kandidaten für ihre Bereitschaft sowie allen Helfern. Die stellvertretende Landrätin Waltraud Friedemann hatte eigentlich einen Vortrag über Kommunalstruktur und -arbeit mitgebracht – angesichts der großen Spannung, die drei Kandidaten endlich hören zu können, verzichtete sie jedoch darauf: „Ich bin überwältigt von der großen Zahl an Zuhörern. Es zeigt, dass Kommunalpolitik starkes Interesse hervorrufen kann.“ Nachdem Moderator Claus-Ulrich Heinke kurz darauf die „Spielregeln“ und den Ablauf erklärt hatte, ging es auch schon los.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gab es einige Fragen, auf die sich die Kandidaten zuvor vorbereitet hatten. Dabei ging es unter anderen um die Themen Windkraft, schnelles Internet, Öffentlicher Personennahverkehr, die Rolle der Kultur in der Stadtentwicklung sowie die Attraktivität der Stadt allgemein. Anschließend hatten auch die Besucher die Gelegenheit, einige Fragen zu stellen.
Alle drei Kandidaten zeigten sich nach der Veranstaltung hocherfreut über das große Interesse. „Konkurrenz belebt anscheinend auch hier das Geschäft“, sagte Rainer Block und Markus Walter sprach der Bockenemer Bevölkerung ein „Riesenkompliment“ aus und dankte den freiwilligen Helfern und Organisatoren. Martin Bartölke hatte spontan die Idee, solch eine Veranstaltung zu aktuellen politischen Themen möglicherweise regelmäßig ein- oder zweimal im Jahr durchzuführen.
Der komplette Erlös aus dem Getränke- und Essensverkauf, den die Freiwilligenagentur MiA durchführte, geht im Übrigen an den Flüchtlingsarbeitskreis um Amtsleiter Michael Loske.

Was die Kandidaten zu den einzelnen Themen gesagt haben und wo es unterschiedliche Meinungen gab, lesen sie in den Ausgaben vom 23. und 24. Januar.