Unfall auf A 7 sorgt für kilometerlange Staus

Zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter war Dienstagmorgen ein voll beladener Lastwagen aus der Slowakei umgekippt. Die Bergungsarbeiten sorgten bis in die Nachmittagsstunden für einen kilometerlangen Stau auf der A 7 sowie der B 243. (Foto: Vollmer)

Gefahrguttransporter kippt bei Ausweichmanöver um / Fahrer kann sich selbst befreien

Gegen 10 Uhr ist am Dienstagmorgen auf der Autobahn 7 zwischen Bockenem und dem Salzgitter-Dreieck ein Lastwagen verunglückt.

Der 37 Jahre alte Fahrer hatte Glück im Unglück. Der aus Tschechien stammende Mann konnte sich unverletzt aus dem Führerhaus befreien. Der Unfall hätte aber durchaus in einer Katastrophe enden können.
Nach den bisherigen Feststellungen handelt es sich bei der Ladung um Gefahrgut. Das Pulver wird unter anderem zur Herstellung von Reifen benötigt. Die Ladung blieb bis auf ein paar Risse unbeschädigt. Besonders gefährlich wäre es bei einem Brand geworden. So musste der Gefahrgutzug der Feuerwehr nicht ausrücken. Weil auf der A 7 in Fahrtrichtung Hannover eine Baustelle abgebaut wird, kam es aufgrund der Reduzierung auf einen Fahrstreifen vor der Wildbrücke zeitweise zu einem Rückstau.
Während ein vor ihm fahrender Sattelzug noch nach links ausweichen konnte, blieb dem 37-Jährigen nur die Möglichkeit, seinen Truck nach rechts zu steuern. Das Fahrzeug geriet dabei in den unbefestigten Seitenraum und kam schließlich in Schräglage zum Stehen. Der Tank hielt dicht. „Es sind nur ganz geringe Mengen Flüssigkeiten ausgetreten“, berichtete ein Polizeibeamter. Der Hauptfahrstreifen wurde daraufhin gesperrt. Auf den beiden verbleibenden Spuren kam es zu keinen Behinderungen.
Eng wurde es allerdings als gegen 12.30 Uhr ein Kran anrückte und die Fahrbahn auf einen Fahrstreifen reduziert wurde. Da staute sich der Verkehr dann auf mindestens fünf Kilometer bis hinter die Anschlussstelle Bockenem zurück. Plan war es zunächst, den voll beladenen Laster samt Ladung wieder aufzurichten. Das scheiterte allerdings am Gewicht der Säcke, die mehr als 20 Tonnen auf die Waage bringen. So musste erst alles Stück für Stück entladen werden, bevor der Kran den Laster wieder aufrichten konnte. Die aufwändigen Bergungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. Auch auf der Bundesstraße 243 zwischen Söder und Groß Düngen sowie bei Bockenem ging bis in den frühen Abend zeitweise nichts mehr. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 40.000 Euro.