Uta Hirschler wird Pröpstin in Braunschweig

Neue Pröpstin in Braunschweig: Uta Hirschler. (Foto: Foto: LK BS/A. Greiner Napp)

Pfarrerin aus Mahlum setzt sich im zweiten Wahlgang gegen Pfarrer Harald Welge durch

Mahlum/Braunschweig (bo). Die Gemeinde- und Krankenhauspfarrerin Uta Hirschler aus Mahlum in der Propstei Seesen wird neue Pröpstin in Braunschweig. Sie wurde in der vergangenen Woche mit 17 von 58 möglichen Stimmen gewählt. Die 44-jährige Theologin tritt die Nachfolge von Thomas Hofer an, der zum Oberlandeskirchenrat gewählt wurde.
Ihr Gegenkandidat Pfarrer Harald Welge (57) erhielt im zweiten Wahlgang nur drei Stimmen. Eine Mehrheit von 36 Mitgliedern der Propsteisynode enthielt sich. Bei weniger als 15 Stimmen für Uta Hirschler wäre die Wahl gescheitert und die Stelle hätte zum dritten Mal ausgeschrieben werden müssen.
Uta Hirschler ist seit 1997 Pfarrerin in Mahlum und Bodenstein und hat einen Zusatzauftrag für Krankenhausseelsorge an den Kliniken Schildautal in Seesen. Sie ist außerdem seit 2002 Mitglied der Landessynode und seit 2008 Mitglied der Kirchenregierung. Uta Hirschler ist in München aufgewachsen und hat in Göttingen, Heidelberg und Philadelphia (USA) Theologie studiert. Ihr erstes und zweites Theologisches Examen absolvierte sie in der hannoverschen Landeskirche, bevor sie 1997 in die Landeskirche Braunschweig wechselte. Mit ihrem Ehemann, Pfarrer Johannes Hirschler, teilt sie sich die Pfarrstelle in Mahlum. Sie ist Mutter von vier Kindern.
Im Unterschied zu allen anderen Propsteien der Landeskirche wird das Propstamt in Braunschweig mit einer ganzen Stelle versehen. Alle anderen Pröpstinnen und Pröpste sind mit einer Hälfte ihrer Stelle auch Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer. Die Amtszeit beträgt zwölf Jahre.
Im Verfahren um die Besetzung der Propststelle hatte die Kirchenregierung in ihrer Sitzung im August Uta Hirschler und Harald Welge in Aussicht genommen. Die Entscheidung erfolgte auf der Basis der damals geltenden Propsteiordnung. Sie sah unter anderem in Paragraph 17 Absatz drei vor, dass Kandidaten nicht aus der eigenen Propstei kommen sollen. In Absatz zwei heißt es darüber hinaus, dass mindestens zwei Kandidaten vorgeschlagen werden sollen.
Ein erstes Bewerbungsverfahren zur Propststelle in Braunschweig hatte die Kirchenregierung im April aufgrund von Verfahrensmängeln abgebrochen und die Stelle neu ausgeschrieben.