Vielseitigkeit zeichnet den Musikzug aus

Auftritt des Musikzuges bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehr.
 
Da freut sich der Vorstand, zwei neue Mitglieder konnten begrüßt werden: Hintere Reihe von links: Thomas Linde, Horst Schmidt, Thorsten Linde, Sonja Sander und Alexander Rath. Vorne von links: Sebastian Bruns und Frank Urmersbach als Neuzugänge.

Bockenemer Musikzug hatte im vergangenen Jahr 24 Auftritte / Zwei neue Mitglieder stießen hinzu

43 Proben und 24 Auftritte, insgesamt 121 Stunden war der Musikzug Bockenem im Jahr 2012 im Einsatz. Der Vorsitzende Thomas Linde blickt daher auch zurecht mit Stolz auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Als Höhepunkte benannte er die Fahrt ins polnische Zawatzkie aus Anlass der zehnjährigen Partnerschaft mit Bockenem, die verschiedenen Gottesdienste auf dem Weinberg, dem FKK-Gelände oder in Schlewecke, das Maiwecken und das Pfingstkonzert auf der Dillsburg. Die vielen unterschiedlichen Auftritte zeigen auch die Vielseitigkeit des Zuges. „Wir haben für jeden Anlass die richtige Musik, das zeichnet uns als ein modernes Blasorchester aus“, freut sich Thomas Linde, der auch musikalischer Leiter ist. Ganz besonders erwähnt wurde auch das Adventskonzert in Schlewecke mit der Vorstellung der Nachwuchsabteilung. „Das war ein voller Erfolg und wir möchten das gerne wiederholen“, so der Vorsitzende.
Überhaupt, die Nachwuchsarbeit läuft auf vollen Touren. Inzwischen gibt es drei Gruppen plus die musikalische Früherziehung im Kindergarten Mahlum. Die gerade gestartete dritte Gruppe könnte allerdings noch Zuwachs gebrauchen, nachdem sich einige angemeldete Kinder doch noch zurückgezogen hatten (der Beobachter“ berichtete).
Alexander Rath, Leiter der Gruppe der älteren Jugendlichen, führte aus, dass das Zusammenspiel der einzelnen Register einmal im Monat durchgeführt werden soll. Diese Gruppe soll kontinuierlich in Theorie und Praxis auf den D1 Lehrgang vorbereitet werden. Weiterhin versucht Alexander Rath die Oberschule in Bockenem mit in die Jugendarbeit einzubeziehen. Thomas Linde bedankte sich bei allen Ausbildern für ihre geleistete Arbeit. Ausdrücklich erwähnt wurden Franziska Schöneberger sowie Kristin und Nils Unverhau (beide vom Musikzug Nette).
Lothar Stark gab seinen Bericht über die Arbeit im Förderverein ab. Der Förderverein übernimmt mit Geldzahl­ungen die Kosten für Unterrichte, Fahrtkosten oder die Anschaffung von Instrumenten. Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Konzerteinnahmen bei Veranstaltungen des Musikzuges sowie Spenden.
Durch die gestiegenen Anforderungen an den Vorsitzenden des Fördervereins, sieht sich Lothar Stark allerdings nicht mehr in der Lage dieses Amt weiter auszuführen. Bis März muss demnach ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Thomas Linde hofft auf eine gute Weiterführung der Leitung des Fördervereins und bedankte sich bei Lothar Stark für seine geleistete Arbeit.
Lob für die Arbeit gab es auch vom Ortsbrandmeister auf der Versammlung der Feuerwehr Bockenem: „Ihr macht wirklich eine tolle Nachwuchsarbeit. Ich war bei eurem Adventskonzert und kann nur sagen, wer nicht da war, hat etwas verpasst.“ Er rief die Mitglieder der Ortsfeuerwehr dazu auf, öfter bei Veranstaltungen des Musikzuges oder auch des Spielmannszuges vorbeizuschauen.
Positiv auch: Mit Sebastian Bruns und Frank Urmersbach konnten zwei neue aktive Mitglieder dazugewonnen werden. Die können im Jahr 2013 dann gleich bei erneut zahlreichen Terminen zeigen, dass sie die Gruppe bereichern. Neben den alljährlichen Auftritten, soll im Frühsommer ein eigenes Konzert stattfinden, eventuell sogar als „Open-Air“-Konzert auf den Buchholzmarkt. Das Konzert aller vier Musikzüge im Stadtgebiet, das immer in der Ambergausporthalle stattgefunden hat, wird dagegen wohl ausfallen müssen. „Als Auflage von Seiten des Landkreises müssten wir Matten oder Teppiche unter die Instrumente legen. Jahrelang haben wir das Konzert durchgeführt und plötzlich soll es nicht mehr gehen“, kritisierte er den Landkreis. Bürgermeister Martin Bartölke antwortete darauf: „Da die Halle dem Landkreis gehört, können wir da nichts machen. Auch andere Vereine, wie die Tipp-Kicker aus Jerze, können ihre Meisterschaften nicht mehr austragen.“ Er wolle sich aber bei der Verwaltung informieren, ob doch etwas zu machen sei.
Das sollte die allgemein gute Stimmung beim Musikzug aber grundsätzlich nicht trüben. Es gibt einige positive Punkte zu vermerken: die gute Nachwuchsarbeit, Vielseitigkeit und neue Mitglieder - es läuft derzeit gut. Und so ein Konzert in der Innenstadt hätte sicher auch etwas für sich.