Volle Kirche als Kompliment

„Das größte Kompliment“: Die volle Kirche erfreute die Musiker.

Musikzug Bockenem spielt in der Clemenskirche sein Neujahrskonzert

Höchst erfreut war nicht nur Christina Sindermann, 1. Vorsitzende des Bockenemer Musikzuges. Zum zweiten Neujahrskonzert waren die Musiker diesmal in die katholische Clemenskirche gegangen und diese war so gut gefüllt, dass einige Besucher keinen Platz mehr auf den Sitzbänken bekamen. „Ein größeres Kompliment hätten sie uns nicht machen können“, so Sindermann bei der Begrüßung vor den rund 250 Zuhörern. Ob das Neujahrskonzert nach der Premiere im vergangenen Jahr zur Tradition werde, sei noch offen. Doch der gute Anklang in der Bevölkerung wird den Musikzug sicher motivierem.
Für Dirigent Thomas Linde war es nach einer halbjährigen Auszeit in 2016 das erste Konzert nach der Rückkehr im Herbst. Er moderierte auch die Veranstaltung. „Vielfältig und bunt soll das Programm sein“, sagte er und das wurde es auch. Einige neue Stücke wurden mit aufgenommen, zum Beispiel der Marsch der Soldaten von Robert Bruce, Terra die Montagne oder „You raise me up“, das auch ein Saxophonsolo von Franziska Schönberger beinhaltete. Ein weiteres Solo gab es beim Trompeters Wiegenlied. Ein lang gehegter Wunsch von Lothar Stark wurde bei diesem Konzert damit erfüllt.
Aber auch altbekannte Lieder wurden wieder zum Besten gegeben, wie der Jingle Bell Rock, Cinderella oder die St. Petersburger Schlittenfahrt. Immer wieder Highlights sind auch der erste Teil von „Pomp and Circumstance“ oder „Highland Cathedral“. Am Ende des knapp eineinhalbstündigen Konzertes gab es stehende Ovationen und natürlich auch noch eine Zugabe. Das reichte den Besuchern jedoch auch noch nicht, eine weitere musste her. Erst dann wurden die Musiker „entlassen“. Am Ausgang spendeten die Zuhörer dann fleißig für die weitere musikalische Arbeit.
Für sieben Jugendliche war es übrigens eine Premiere. Sie spielten nach bestandenen D1- beziehungsweise D2-Lehrgängen erstmals bei einem kompletten Konzert der Musikzügler mit, was von einer erfolgreichen Jugendarbeit zeugt. Unterstützung kam diesmal auch von externer Seite. Der Kantor der evangelischen St. Pankratiusgemeinde Christoph Pannek war diesmal mit dabei und bekam einen Sonderapplaus und ein Geschenk.