Von Klein-Ägypten bis Auschwitz-Fahrt

25 Oberschüler des 10. Jahrganges waren kürzlich in Auschwitz und besuchten dabei unter anderem das Stammlager 1.

Oberschule Bockenem präsentiert sich beim Tag der offenen Tür

Viel zu sehen gab es für die Viertklässler, aber natürlich auch alle anderen Besucher während des Tages der offenen Tür an der Oberschule Bockenem.

Die 5a hatte ihr Klassenzimmer zum Beispiel in „Klein-Ägypten“ verwandelt. Mehrere Tage lang hatten sie im Kunst-, Geschichts- und Werkunterricht dafür gearbeitet und teilweise sogar zusätzlich zuhause. Interessant sind natürlich auch immer die Experimente in den naturwissenschaftlichen Räumen.
„Ich finde es schön, dass es so viele Aktionen zum Mitmachen gibt“, erzählte Schulleiter Sven Telake. Er freut sich auch, dass sich einige Kooperationspartner wie der Schachverein Bad Salzdetfurth oder der SV Bockenem 2007 mit ihren AGen präsentieren. Natürlich gab es auch wieder viel Musik und einige kurze Theater-Aufführungen
Ein neues Projekt stellte die 6a vor. Seit Mitte März sammelt die ganze Schule Deckel von Plastikflaschen. Diese werden später an ein Hildesheimer Unternehmen geliefert. Dieses verwertet sie wieder und stellt daraus zum Beispiel Gartenmöbel her. Für 500 Deckel spendet es zudem eine Polio-Impfung in Afghanistan, Pakistan und Nigeria. Hunderte Deckel sind bereits zusammengekommen und es wird noch zumindest bis zum Schuljahresende weitergesammelt.
Erst wenige Tage vor dem Tag der offenen Tür kam eine Gruppe des 10. Jahrganges von ihrer Auschwitz-Fahrt zurück. Dort besuchten die 25 Schüler mit ihren Betreuern Marga Mävers, Maike Fielder und Frank Rüffer das Stammlager 1, aber auch die Synagoge in Auschwitz sowie Krakau mit einigen Orten aus dem Film „Schindlers Liste“. Sie nahmen auch an einem Workshop zum Thema „Kinder im KZ“ sowie einem Zeitzeugengespräch teil. „Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen von der Größe des Lagers und einzelnen Geschichten von Kindern“, erzählte Frank Rüffer. Auf Stellwänden waren Eindrücke und Bilder der Oberschüler sowie Briefe der Mutter eines der Jugendlichen sowie einer Schülerin vorgestellt.