Wagemutige Feuerspringer und Cocktails am Beckenrand

 

Bunt gemischtes Programm beim „Schwimmen unter Sternen“ des Stadtbadfördervereins / Zwölf weitere Familien künftig mit „an Bord“

Auch der Wettergott war auf Seiten des Stadtbadfördervereins Bockenem (SFV), als dieser zum „Schwimmen unter Sternen“ ins Bockenemer Stadtbad eingeladen hatte. Wenn es auch die ganze Woche regnete, so kam pünktlich zum Wochenende der Sommer zurück – und mit ihm viele Badegäste ins Bockenemer Freibad.
Das vom SFV auf die Beine gestellte Programm konnte sich sehen lassen. Nachdem Vorsitzender Gerhard Zerrenthin die „Lange Nacht“ mit seinem Kopfsprung vom Fünf-Meter-Turm eröffnet hatte, gab die SingAkademie Hildesheim unter der Leitung von Heidrun und Claus-Ulrich Heinke eine musikalische Kostprobe des Jugendprojektes „Brandnacht“. Heinke betonte, dass bei der Freiwilligenagentur MiA in Bockenem noch Karten für die geplante Uraufführung des Musicals am 7. und 8. August zu bekommen sind.
Kaum waren die letzten Töne der jugendlichen Solisten verklungen, startete die Bockenemer Reservistenkameradschaft im großen Schwimmbecken ihr Schlauch­bootrennen. Beim anschließend von der DLRG-Jugend ausgerichteten, von Vivian Geisler und Velten Müller gekonnt moderierten „Arschbomben-Wettspringen“ mit über 20 Teilnehmern siegte Elin Bode in der Altersklasse null bis zwölf Jahre vor Sebastian Bruns und Justin Drescher. In der Altersklasse 13 bis 99 Jahre konnte sich Chris­toph Moritz vor Mladen Pehric und Patrick Henschel gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.
Große Heiterkeit riefen die Preise bei der Siegerehrung hervor. In der heimischen Garage unter der Regie von Karin Bode von der DLRG-Jugendgruppe angefertigte „Ärsche in Gold, Silber und Bronze“ wurden den Erstplatzierten jeder Altersgruppe überreicht. Doch dann wurde es spannend. Nach einem Trommelwirbel erlosch das Flutlicht und in schwindelnder Höhe am Fünf-Meter-Turm wurde der Reifen montiert und in Brand gesetzt. Wagemutig stiegen die „Feuerspringer des SFV“ die Leiter hinauf. Ein letztes Mal tief Luft holen, dann nicht mehr nachdenken, und mit Anlauf und viel Schwung mit einem beherztem Kopfsprung durch die lodernden Flammen in die darunter liegende Dunkelheit des Schwimmbeckens, hieß es für die mutigen Springer. Natürlich wurde dieser Einsatz von Hans-Heinrich Schrader, Holger Kleimann, Olaf Kempe und Gerhard Zerrenthin vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt.
Nach diesem letzten Höhepunkt des Abends gab Gerhard Frohnert, verantwortlich für die Aufsicht im Bad, die Schwimmbecken wieder für alle frei, die noch ein paar allerletzte Bahnen des Abends schwimmen oder ihre Sprungkünste, animiert durch den vorangegangenen Wettbewerb, unter Beweis stellen wollten.
Erfrischungen am Beckenrand wurden von der Damenmannschaft des SV Poseidon „Fit durch’s Jahr“ an der Poolbar angeboten. Hier blieben keine Wünsche offen. Es gab Saftkreationen mit wohlklingenden Namen wie „Seepferdchen“ oder „Laubfrosch“ für die jüngeren Bargäste und „Sex on the Beach“ oder „Freibad Spezial“ für die Erwachsenen. Je nach Geschmack war es aber auch möglich, Sekt mit Blue Curacao als „Blauer Himmel über Bockenem“ zu ordern.
Im Biergarten herrschte beste Partystimmung. Disc­jockey Ronald spielte von Andrea Berg über „Cowboy und Indianer“ bis zu den alten Hits von AC/DC alles, was ein Publikum zum Tanzen bis in den frühen Morgen verlocken konnte. Biergartenwirt Ulf Schliebaum tat das Seinige zum Gelingen des Abends und versorgte mit seinem großen Team an Helfern die Gäste mit kühlen Getränken, Bratwürstchen, Steaks und Schweinshaxen.
SFV-Vorsitzender Gerhard Zerrenthin in seinem Resümee am Ende der Langen Nacht: „Ich glaube, dieser Abend hat allen Spaß gemacht. Wir haben es geschafft, ein Programm auf die Beine zu stellen, das jungen und älteren Besuchern gefallen hat.“ Schatzmeister Rüdiger Weise ergänzte: „Im Laufe des Abends haben sich zwölf Familien entschlossen, Mitglied im SFV zu werden. Diese Zahlen sprechen doch für sich.“