Weniger Entlassungen bei der Meteor

191 Mitarbeitern soll in Bockenem noch gekündigt werden / Positive Signale von Großkunden

Am vergangenen Donnerstag stellte sich der neue Chef der Meteor Gummiwerke in Bockenem vor. Atsushi Sumida und der zukünftige Geschäftsführer Burkhard Brühl, der gemeinsam mit dem Japaner das Unternehmen in Zukunft leiten wird, brachte dabei gute Neuigkeiten mit.

Hieß es im Januar noch, dass mit 300 Entlassungen zu rechnen sei, sollen es nun etwas weniger werden.
Von 244, davon 191 in Bockenem und 53 in Worbis, ist die Rede. In Bockenem würden damit 1.026 Mitarbeiter verbleiben. Grund dafür sollen positive Signale von mehreren Großkunden sein. Nach dem Verkauf an Toyoda Gosei gibt es für diese nun wieder Planungssicherheit. Sumida sagte gegenüber der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, dass es sein Ziel sei, die Toyota-Tochter gemeinsam mit Meteor zum Weltmarktführer für Dichtungssysteme zu entwickeln. Es bestünde daher Hoffnung, bald wieder Personal einstellen zu können.
Diejenigen, die nun gehen müssen, werden, wie schon bei den letzten Entlassungen, in eine Transfergesellschaft wechseln. Die soll, so Insolvenzverwalter Christopher Seagon, besser ausgestattet werden, als üblich. Die Betroffenen können mit mehr Geld als dem normalen Arbeitslosengeld rechnen. Zudem erhalten sie Fortbildungen und Bewerbungstrainings. Wie genau das aussehen wird, muss nun zwischen Insolvenzverwalter und Betriebsrat ausgehandelt werden.
Die Meteor, so Atsushi Sumida, soll das Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung im gesamten Toyoda-Gosei-Konzern werden. Er selbst werde in Kürze in die Region ziehen.