Werke von Adelheid Beuleke im Turmuhrenmuseum zu sehen

Ausstellungseröffnung im Turmuhrenmuseum: Jörg-Dieter Besch, Jürgen und Gerd Brennecke, Jutta Walter, Christina Philipps (von links). (Foto: Voß)

Ausstellung mit gut drei Dutzend Bildern der Bockenemer Künstlerin eröffnet

Großes Kunstinteresse zeigten die Besucher, die am Sonntag zu vormittäglicher Stunde in das Bockenemer Turmuhrenmuseum geeilt waren. Dort wurde unter dem Motto „Bilder eines Lebens“ eine Sonderausstellung mit Werken der Bockenemer Malerin Adelheid Beuleke eröffnet.

Von Günter Voß

Bockenem. Museumsleiter Jörg-Dieter Besch konnte zu der Vernissage unter anderem Ortsbürgermeisterin Christina Philipps, Jutta Walter als Initiatorin der Ausstellung, Kreisheimatpfleger Gerhard Kraus und natürlich die Brüder Gerd und Jürgen Brennecke als enge Verwandte der Autodidaktin begrüßen. Letztere hatten den Großteil der ausgestellten 35 Bilder zur Verfügung gestellt.
Jutta Walter erinnerte sich, dass sie Adelheid Beuleke vor 17 Jahren als Nachbarin kennen lernte. Zusammen mit der Künstlerin habe sie mehrere Ausstellungen in Bockenem gestaltet. Jutta Walter lobte in diesem Zusammenhang auch die positive Zusammenarbeit mit der Familie Brennecke. Und das aus gutem Grund. Sie wusste nämlich, dass auf mehreren Dachböden verschiedene Bilder der Künstlerin lagen, die nicht mehr an die Öffentlichkeit gelangten. So auch bei Gerd Brennecke. Nach und nach habe sie die Bilder gesichtet und im Turmuhrenmuseum deponiert, wo sie nun zu einer Ausstellung zusammengeführt werden konnten. Ziel und Wunsch sei es nun, im Museum ein „Adelheid-Beuleke-Gemäldezimmer“ fest zu etablieren. Hier sollen dann nicht nur die jetzt gezeigten, sondern auch weitere Bilder präsentiert werden. Da die Arbeiten einen hohen künstlerischen Wert haben, sollten sie nicht nur einem kleinen Kreis vorbehalten bleiben.
Altbürgermeister Gerd Brennecke, Cousin der im Jahr 2002 verstorbenen Künstlerin, skizzierte anschließend das bewegte Leben von Adelheid Beuleke. Geboren am 14. Juli 1917 in Oberschlesien, heiratete sie 1944 den Arzt Dr. Kaus Beuleke, mit dem sie nach Bockenem übersiedelte. Hier eröffnet ihr Mann eine Arztpraxis. In der Zeit von 1960 bis 1977 war Adelheid Beuleke an der Grundschule und an der Hauptschule als Lehrerin tätig. Ab 1983 folgte ein intensives systematisches Studium im bildnerischen Gestalten, Graphik und Malerei sowie eine Ausbildung im kunsthistorischen Bereich.
In unermüdlichem Fleiß schuf die Hobbymalerin Werke verschiedenster Art, wobei ein Schwerpunkt auf Bildern mit Motiven aus Bockenem und dem Ambergau lag. Immer wieder widmete sie sich vor allem verschiedener Landschaften und der Natur. Adelheid Beuleke verkaufte viele ihrer Bilder und stiftete den Erlös den Bockenemer Kirchengemeinden.
Zu sehen ist die Ausstellung „Bilder eines Lebens“ bis zum 28. Februar 2011 zu den Öffnungszeiten des Bockenemer Turmuhrenmuseums (sonnabends und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr).