Wildschwein mit Pseudowut im Bereich Bockenem

Bei einem Wildschwein wurde die für den Menschen ungefährliche Krankheit nachgewiesen. (Foto: Harald Schottner / pixelio.de)

Erstmals im Landkreis Aujeszkysche Krankheit bei Routineuntersuchung nachgewiesen / Hundehalter aufgepasst!

Im Landkreis Hildesheim, im Bereich der Stadt Bockenem, wurde erstmalig bei einer routinemäßigen Monitoringuntersuchung einer Blutprobe von einem Wildschwein die Aujeszkysche Krankheit (AK) nachgewiesen.

Die AK ist eine Viruserkrankung insbesondere beim Schwein, die für viele Haustiere (Hund, Katze, Rind oder Pferd) tödlich verläuft. Der Krankheitsverlauf ist bei Wildschweinen oft unauffällig. Die Ansteckung erfolgt überwiegend über Blut-/ Schleimhautkontakt und über die Nahrungsaufnahme. Eine besondere Gefahr für Hunde und Katzen geht von der Verfütterung nicht erhitzten Fleisches infizierter Schweine beziehungsweise Wildschweine aus. Eine Impfung der Hunde gegen AK ist nicht möglich.
Hausschweine sind in Deutschland seit 2003 frei von der Aujeszkyschen Krankheit. Ende 2011 wurde erstmalig diese Tierseuche in Niedersachsen bei Wildschweinen aus dem Oderwald und seiner Umgebung (den Kreisen Salzgitter, Goslar und Wolfenbüttel) festgestellt. Seitdem sind immer wieder positive Blutproben von Wildschweinen in Niedersachsen zu verzeichnen (in 2014 bei 41 Wildschweinen). Halter von Hunden sollten den direkten Kontakt ihrer Hunde zu Wildschweinen unterbinden. Es sollte nur durcherhitztes Schweine- und Wildschweinfleisch verfüttert werden.
Schweinehalter sind aufgerufen die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Ein Kontakt von Hausschweinen zu Wildschweinen ist in jedem Fall zu unterbinden. Für den Menschen ist die AK ungefährlich.