Wohnanhänger nur noch ein Trümmerhaufen

Der Wohnwagen der vierköpfigen Familie wurde durch den Aufprall komplett zerstört.

Unfall auf der A 7 mit drei Schwerverletzten und Schaden von 100.000 Euro / Vollsperrung in Richtung Süd

Hildesheim (bo). Drei Schwerverletzte und ein Schaden von etwa 100.000 Euro, das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Montagabend, gegen 19 Uhr, auf der A 7 ereignete. Ein 25-jähriger Hesse war mit seinem Sprinter von Hildesheim in Richtung Süden unterwegs. Kurz hinter der Rastanlage Hildesheimer-Börde fuhr er vermutlich infolge Unachtsamkeit auf einen langsamer fahrenden 40-Tonnen-Lkw eines 54-Jährigen aus Brandenburg auf. Der Sprinterfahrer und sein 19-jähriger Beifahrer wurden beide in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Beide mussten von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus ihrem Fahrzeug befreit werden und wurden anschließend mit jeweils einem Rettungshubschrauber – einer aus Wolfenbüttel und einer aus Hannover – nach Hildesheim in Krankenhäuser geflogen.
Sofort bildete sich ein Stau. Etwa 100 Meter hinter der ersten Unfallstelle bremste ein 43-jähriger Familienvater aus der Pfalz sein Pkw-Wohnwagen-Gespann ab. Mit im Fahrzeug war seine gleichaltrige Ehefrau und die 14 und 16 Jahre alten Kinder. Das Abbremsen bemerkte der 24-jährige Fahrer eines Schausteller-Lkw mit Anhänger zu spät. Er fuhr gegen den angehängten Wohnanhänger und zerstörte diesen völlig. Dabei verletzte sich der 24-jährige, der aus Ostfriesland kommt, selbst schwer. Er wurde mit einem Rettungswagen nach Salzgitter in ein Krankenhaus gebracht. Die vierköpfige Familie blieb unverletzt.
Alle beteiligten Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt, keines war mehr fahrbereit. Die Trümmerteile wurden auf einer Strecke von mehr als 200 Meter verteilt. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt. Die Autobahn musste bis zum späten Abend in Richtung Süden für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt werden. Der Verkehr staute sich auf etwa zehn Kilometer zurück. Auf der B 6 als Umleitungsstrecke kam es besonders im Stadtgebiet Hildesheim zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.