Wunscherfüller gesucht

Susanne Meyer und Marion Steckling hängen die Wünsche der Kinder an den Baum und sortieren die ersten Geschenke.

Aktion „Sozialer Tannenbaum“ wird auch in diesem Jahr wieder vielen Kindern einen Weihnachtswunsch erfüllen

Auch in diesem Jahr möchte die MiA-Freiwilligenagentur zu Weihnachten wieder viele Kinder im Stadtgebiet glücklich sehen. Deshalb wurde der soziale Tannenbaum ins Leben gerufen, der in diesem Jahr bereits zum vierten Mal vielen Kindern eine Freude bereiten wird.

Dabei können Kinder von sozial schwächeren Familien einen Wunschzettel ausfüllen und bei der MiA abgeben. „Wir wollen aber nicht nur Hartz-4-Familien ansprechen. Auch solche, die aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Hausbau ihren Kindern vorübergehend nicht so viele Wünsche erfüllen können, dürfen sich gerne melden“, ist Susanne Meyer wichtig zu betonen. Der Wunsch darf dabei nicht mehr als 20 Euro kosten und es sollte auch ein Ersatz angegeben werden.
Im letzten Jahr wurden 169 Geschenke verteilt. In diesem Jahr wurden bis vergangene Woche bereits wieder über 80 Zettel abgegeben. Ähnlich viele waren es im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. Besonders hoch im Kurs stehen in diese Jahr Schminkkoffer, Spiderman-Roller, Spielzeug, was überraschenderweise in den Jahren zuvor nur auf wenigen Zetteln stand und wie üblich Gutscheine. Noch bis Freitag, 6. Dezember, können weitere Wünsche abgegeben werden.
Das ist aber nur die eine Seite. Auf der anderen müssen die Wünsche dann auch erfüllt werden. „Die Bürgerstiftung fördert uns jedes Jahr mit 1.500 Euro. Auch vom AWO-Lädchen und einigen Einzelspendern bekamen wir Geld“, berichtete die MiA-Chefin im „Beobachter“-Gespräch, „aber das reicht noch nicht. Wir brauchen engagierte Bürger, die sich einzelnen Wünschen annehmen und sie den Kindern erfüllen.“
Die Wunschzettel werden derzeit am Tannenbaum im MiA-Gebäude auf dem Buchholzmarkt aufgehängt. Wer Interesse hat, kann einfach vorbeikommen, einen Zettel mitnehmen und den entsprechenden Wunsch besorgen. Dies sollte bis zum Anschließend wird das Geschenk zurück zur MiA gebracht. Dort wird es verpackt und zwischen dem 20. und 24. Dezember zu den Familien gebracht.
Bis zu 15 Jahre alte Kinder aus dem ganzen Ambergau sind angesprochen. In Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten und Diakonie werden die Wunschzettel ausgegeben. „Wir sprechen natürlich vorher mit den Eltern, bevor die Kinder so einen Zettel ausfüllen, ob sie damit einverstanden sind. Bislang hat aber noch niemand Einwände gehabt. Die Freude ist sowohl bei den Kindern, aber auch bei den Eltern immer sehr groß, wenn wir dann vorbeikommen und das Geschenk abliefern“, kann Susanne Meyer berichten.
„Wir hoffen nun, dass viele Bürger die Wünsche erfüllen und die Aktion auch weiter verbreiten. Es gibt viele, die vielleicht spenden würden, aber noch nichts vom sozialen Tannenbaum gehört haben. Das ganze läuft auch absolut anonym ab. Niemand erfährt von wem die Geschenke sind oder an wen sie gehen“, berichtet Susanne Meyer.