Zeugen helfen der Polizei bei Unfallfluchten

Bad Salzdetfurth / Bockenem (dh). Seit Anfang Januar ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariates Bad Salzdetfurth zwölf Verkehrsunfälle bei denen sich die Verursacher aus dem Staub machten, ohne sich um die entstandenen Schäden zu kümmern.
Bei den Unfällen wurden geparkte Fahrzeuge, Grundstücksmauern und -zäune, Hausfassaden, Bäume und Verkehrszeichen sowie eine Transformatorenstation beschädigt. Der entstandene Schaden wird mit zirka 10.000 Euro beziffert.
In der Hälfte der Fälle gab es Zeugen die das Geschehen beobachtet hatten und dies auch der Polizei meldeten. Anhand dieser Beobachtungen konnte die Polizei die flüchtigen Fahrzeugführer innerhalb kürzester Zeit ermitteln. In einem Fall gingen die Zeugen sogar selbst auf die Suche nach dem Unfallverursacher. Sie fanden den sichtbar beschädigten Pkw nicht weit entfernt. Die Polizei fand heraus, dass der Fahrer offensichtlich seinen Pkw unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt hatte.
Die Polizei dankt insbesondere auch im Namen der Geschädigten den aufmerksamen Zeugen für ihre Mithilfe. Ohne deren Zutun würden die Geschädigten die entstandenen Schäden weitestgehend aus eigener Tasche bezahlen müssen.
Unfallfluchten sind Straftaten und keine Kavaliersdelikte. Daher gehen sie jeden etwas an. Wer heute Zeuge ist, kann schon morgen Geschädigter sein. Er oder sie wäre dann dankbar, wenn mit Hilfe eines anderen Zeugen der Verursacher ermittelt werden kann und somit für den verursachten Schaden aufkommen muss. Ein entstandener Schaden kann schnell ein paar tausend Euro teuer werden, die aus eigener Tasche bezahlen zu müssen, weil sich der Verursacher davon gemacht hat, wäre für jeden ein großes Ärgernis.
Unfälle können jedem passieren, wichtig ist es dann aber, diese zu melden. Die Polizei rät, lieber einmal mehr anzurufen. Das Erscheinen der Ordnungshüter kostet keine zusätzlichen Gebühren. Die Verwarn- und Bußgelder die im Rahmen der Unfallaufnahme erhoben werden, sind ein vielfaches niedriger als die vom Gericht verhängten Geldbußen, wenn man als Verkehrsunfallflüchtiger überführt wird. Den Unfallflüchtigen droht zudem in Einzelfällen die Entziehung des Führerscheins.