Zwei schwere Unfälle binnen 24 Stunden

In dem Audi wurden zwei Alfelderinnen gestern Mittag auf der Bundesstraße 243 schwer verletzt. Beim Linksabbiegen hatte die 24 Jahre alte Fahrerin einen entgegenkommenden LKW übersehen.
 
Die 56 Jahre alte Fahrerin des VW Golfs erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen. Ihr Wagen war von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt.

Bockenemer Feuerwehrleute sind mehrmals gefordert 

Für die Feuerwehrmänner aus Bockenem war es binnen 24 Stunden der zweite schwere Unfall, zu dem sie ausrücken mussten. Freitagmorgen ging es für sie um 8.30 Uhr auf die Kreisstraße 331.

Zwischen Bockenem und Königsdahlum war eine 56 Jahre alte Frau mit ihrem Fahrzeug verunglückt. Nach den ersten Meldungen sollte ihr VW Golf in Flammen stehen. Diese Nachricht entpuppte sich später als Fehlalarm.
Nach dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte befand sich die Fahrerin bereits außerhalb des Autos. Unterstützt wurden die Bockenemer Feuerwehrleute durch die Ortswehr Königsdahlum, die auch für die Absperrung der Unfallstelle sorgte.
Nach den ersten Ermittlungen der Polizei war die Königsdahlumerin, die sich auf dem Rückweg von der Arbeit befand, am Ausgang einer Kurve nach rechts von der Straße abgekommen. Der Wagen schoss durch den Graben und prallte frontal gegen einen Baum. Da der Golf über 20 Jahre alt ist, fehlte ein Airbag. Mit ihm an Bord hätte die Frau vielleicht nicht so schwere Verletzungen davongetragen.
„Nach dem Unfall war sie ansprechbar“, berichtete ein Polizeibeamter. Nach ihren Angaben sei ihr etwas vor das Auto gelaufen. War es vielleicht ein Tier, das den schlimmen Unfall auslöste? Die Königsdahlumerin hatte noch Glück. Denn ein Rettungssanitäter, der privat unterwegs war, zählte zu den ersten Helfern am Unfallort. Aufgrund der Schwere der Verletzungen landete kurze Zeit später Rettungshubschrauber „Christoph 30“ auf der Kreisstraße. Nach der Erstversorgung wurde die Fahrerin aber mit dem Rettungswagen ins Klinikum nach Hildesheim gebracht. Der Helikopter flog ohne Patientin wieder zurück nach Wolfenbüttel.
Die Kreisstraße war etwa eine Stunde lang voll für den Verkehr gesperrt. Auch die Feuerwehren konnten wenig später zu ihren Stützpunkten zurückkehren.

24-Jährige missachtet die Vorfahrt eines Lkw

Erst am Donnerstagmorgen wurden sie zu einem Unfall auf der Bundesstraße 243 gerufen. Dort waren zwei Frauen bei einem Unfall auf der Bundesstraße 243 schwer verletzt worden. Die 24-jährige Fahrerin, die gegen 12.30 Uhr mit ihrer 19 Jahre alten Schwester von Bornum in Richtung Bockenem unterwegs war, hatte die Vorfahrt missachtet. Am Königsturm wollte die Alfelderin nach links in einen überörtlichen Verbindungsweg, der nach Königsdahlum führt, abbiegen. Dabei übersah sie offenbar auf der Gegenfahrbahn einen Lastwagen. Der Lkw traf den Audi an der vorderen rechten Fahrzeugseite. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen zurück auf die rechte Fahrbahn geschleudert. Dort kam es zur Kollision mit einem Miettransporter, der sich hinter dem Audi befand.
Weder im Lastwagen noch im Lieferwagen wurde jemand verletzt. Die Fahrer kamen mit dem Schrecken davon. Die beiden Schwestern erlitten dagegen schwere Verletzungen, die stationär behandelt werden mussten. Vor Ort war auch ein Notarzt, der sofort die medizinische Betreuung übernahm. Während der Unfallaufnahme und Bergung war die Bundesstraße 243 für etwa 90 Minuten komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
Die Autofahrer mussten einen Umweg in Kauf nehmen, um nach Bockenem oder Bornum zu gelangen. Die Feuerwehrleute streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab.