106,56 Kilometer in 24 Stunden gelaufen

Der Bockenemer Läufer Burkhard Boney stellte in diesem Jahr zwei persönliche Bestleistungen auf. (Foto: bo)

Bockenemer Läufer Burkhard Boney übertrifft persönliche Bestleistung

Mehrere persönliche Bestleistungen hat der Bockenemer Läufer Burkhard Boney in diesem Jahr erreicht. „Mal einen Marathon unter vier Stunden laufen“, das war das große Ziel des Bockenemer Läufers Burkhard Boney. Umso größer war die Freude, als Boney beim 30. Hamburger-Marathon nach 3:47:22 Stunden durchs Ziel lief. Rang 794 in der Altersklasse M40 ist für den Bockenemer ein tolles Ergebnis, auf das er sehr stolz ist. Seine persönliche Bestleistung erbrachte der 1975 geborene Läufer trotz widriger Wetterbedingungen: Der Lauf fand bei bewölktem und regnerischen Wetter statt; der Zieleinlauf erfolgte im strömenden Regen.

Tolle Atmosphäre in Hamburg genossen

„Der Reiz in Hamburg liegt für mich darin, dass die Anzahl der Läufer mit etwa 20.000 Teilnehmern noch übersichtlich und nicht so riesig wie zum Beispiel in Berlin ist“, sagt der begeisterte Läufer, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Hamburg gestartet ist. Insgesamt war es sein sechster Marathon. Und da Boney, der das ganze Jahr über trainiert, in Hamburg die tolle Atmosphäre und die vielen Zuschauer so gut gefallen, die den Läufern über die 42,2 Kilometer lange Strecke herzlich zujubeln, war es bestimmt nicht sein letzter Lauf in der Hansestadt.
Und es war auch nicht sein letzter Lauf im Jahr 2015. Denn Boney hatte sich ein weiteres Ziel in seiner Läufer-Karriere gesetzt: er wollte beim 24-Stunden-Lauf seine persönliche Bestleistung von knapp über 100 Kilometer aus dem Vorjahr toppen. Bei durchwachsenem Wetter startete Boney im nordrheinwestfälischen Bünde.

Trotz verkrampfter Wade über 100 Kilometer gelaufen

„Alles lief gut bis Kilometer 30. Dann hatte ich eine stark verkrampfte Wade. Ich war kurz vor Abbruch des Laufes, da ich dachte, ich komme nicht mehr weiter“, erinnert sich der Läufer. Nur mit wiederholten Massagen und Magnesium konnte der Krampf gelöst werden. „Ich bin nach zirka zwei Stunden erst einmal weiter gegangen, dann kamen weitere Massagen, anschließend fing ich wieder langsam an zu laufen. Und so habe ich am ersten Tag doch noch rund 60 Kilometer geschafft.“ Boney war sichtlich erleichtert, als am nächsten Morgen die Wade wieder locker war, und er eine hervorragende Strecke von insgesamt 106,56 Kilometer hinter sich gebracht hatte. Dies war nicht nur das Erreichen seiner persönlichen Bestleistung, sondern bescherte ihm sogar den 2. Platz in seiner Altersklasse.
Ein weiteres übertreffen dieser Bestleistung gelang dem begeisterten Läufer zwar beim 24-Stunden-Lauf am 5. und 6. September in Rüningen bei Starkregen, auf schmierigem Untergrund und den vielen Pfützen zwar nicht, aber auch dieser Lauf bescherte Boney viel Freude: Wie auch schon im vergangenen Jahr, war seine komplette Familie am Start. Seine Frau Wanlapha und die drei Kinder Marvin (vier Jahre), Vivian (zehn Jahre) und Sylina (13 Jahre) hatten sichtlich viel Spaß beim Mitlaufen und Anfeuern ihres großen Vorbildes.