Handballer unterstützen Sprachkurse

Ein nagelneues Flipchart für die Deutschkurse konnte der Förderverein „Blaue Teufel“ der MTV-Handballer an das Mehrgenerationenhaus übergeben. Der Erlös stammt aus dem Integrationstag im November 2015.

Förderverein übergibt Flipchart mit Zubehör an das Mehrgenerationenhaus

Ende des vergangenen Jahres hatte der Förderverein „Blaue Teufel“ der Handballabteilung des MTV Seesen in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus und der Integrationsbeauftragten der Stadt Seesen alle Flüchtlinge, und ganz besonders die Kinder, in die Sporthalle eingeladen. Dank der sehr großzügigen Unterstützung des Seesener Einzelhandels (E-Center, Rewe, Marktkauf), aller hiesiger Apotheken, der Seesener Bäckereien (Brieske, Biel, Hermann, Raffert, Reubert) des Stadtmarketings und einiger Seesener Handwerksbetriebe konnte eine Veranstaltung auf die Beine gestellt werden, die durchaus als gelungen bezeichnet werden kann.
Davon haben in erster Linie die Flüchtlingskinder profitiert. Die MTV-Handballer hatten die Halle 2 so kindgerecht vorbereitet, dass wirklich jeder zu seinem Recht kam. Neben dem Kennenlernen diverser Geräte stand das Spielen mit dem Ball im Mittelpunkt. Die speziell zu diesem Anlass georderten Hüpfburgen waren dauerbelegt. Die Kleinsten hatten viel Spaß mit dem Clown Figaro, der auch die Erwachsenen in seinen Bann zog. Alles in allem war die Veranstaltung also eine „runde Sache“; die Organisatoren denken darüber nach, ein ähnliches Treffen im Laufe des Jahres zu wiederholen.
Unter dem Strich konnte man dank einiger großzügiger Geldspenden sogar einen kleinen Überschuss erwirtschaften.
Der Vorstand der „Blauen Teufel“ hat deshalb Kontakt zum Mehrgenerationenhaus aufgenommen, um in Erfahrung zu bringen, in welcher Form aktuell geholfen werden kann. Sehr schnell reifte deshalb der Entschluss, ein nagelneues Flipchart mit dem notwendigen Zubehör zu beschaffen und dem Mehrgenerationenhaus zur Verfügung zu stellen. Zum Einsatz wird das Flipchart dort beim Deutschunterricht kommen. Erfreulicherweise sind mittlerweile drei Seesener Einwohner ehrenamtlich dabei, die Flüchtlinge regelmäßig in der deutschen Sprache zu unterrichten. Die Nachfrage nach diesem Unterricht ist riesig, inzwischen wurde bereits ein vierter Kurs gegründet. Es gibt trotz dieses Engagements immer noch lange Wartelisten.
Die Handballer haben zugesagt, neben dem Flipchart auch Schreibblocks und Unterrichtsmaterial zu beschaffen und zur Verfügung zu stellen. Natürlich war die Freude bei den Verantwortlichen des Mehrgenerationenhaus riesig; man war sehr angetan von dem völlig überraschenden Engagement. Mit dem Material wird der Deutschunterricht im Mehrgenerationenhaus einen neuen Schub erhalten und die Wartelisten werden hoffentlich etwas kürzer.
Jürgen Nitsche, Vorsitzender des Fördervereins will mit dem Mehrgenerationenhaus weiter im Gespräch bleiben: „Vielleicht können wir mit solchen Aktionen auch für andere Vereine ein Vorbild sein, dass diese sich auch für die Integration vor allem der Kinder engagieren.“ Die Handballer wollen künftig besonders die „Minis“ im Alter vier bis sieben Jahre zu ihrem Sport bringen. Nitsche verspricht: „An der Ausrüstung der Sportsachen soll es nicht scheitern. Darum wird sich im Bedarfsfall der Förderverein kümmern.“