Nichts für Prinzessinnen

Oliver Barthel (links) und Burkhard Boney beim „SchneewittchenTrail“ bei Alfeld.

Laufen: Oliver Barthel und Burkhard Boney beim „SchneewittchenTrail“

Mit dem märchenhaften Namen „SchneewittchenTrail“ schmückt sich eine unter Läufern als Geheimtipp bekannte Strecke. Sie führt von Hörsum (Alfeld) aus über die „sieben Berge“.

Tatsächlich ist der jährlich dort stattfindende Independent-Lauf allerdings nichts für zarte „Prinzessinnen“. Stattdessen ist sportliche Härte gefragt. Immerhin führt die idyllische Route im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein und es sind einige Höhenmeter zu bewältigen.
Dieser Herausforderung haben sich der Bockenemer Burkhard Boney (40) und Oliver Barthel (53) in diesem Jahr wieder gestellt, zum dritten Mal in Folge. Auf dem ersten Schneewittchen-Streckenabschnitt, dem 30 Kilometer und 1.275 Höhenmeter umfassenden MärchenTrail, gelang es den beiden Läufern, ihre Vorjahreszeiten merklich zu verbessern. Mit einer Laufzeit von 4:21 Stunden war Boney 14 Minuten schneller als im vergangenen Jahr; er belegte damit den 7. Platz. Drei Minuten später (aber zwölf Minuten schneller als im Vorjahr) kam Barthel ins Ziel und erkämpfte sich Platz acht. „Ich bin schon stolz auf diese Verbesserung. Sie ist einerseits auf die günstigen Wetterverhältnisse zurückzuführen, zeigt aber auch, dass sich das Training auszahlt“, sagte Boney.
Während des Laufs befanden sich Boney und Barthel in bester, weil gleich gesonnener Gesellschaft. Denn getreu dem Motto „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der härteste Trailrunner im ganzen Land?“ waren wieder fitte Sportler aus dem ganz Deutschland angetreten, um die 30, 53 oder 80 Kilometer langen Trailabschnitte zu laufen. „Beim SchneewittchenTrail herrscht immer eine tolle, familiäre Atmosphäre“, schwärmt Boney.
Er und seine Läuferkollegen werden von der natürlichen Schönheit der Strecke angezogen, die zum überwiegenden Teil über Waldwege führt und auf der sich die Läufer per GPS und anhand topografischer Karten orientieren. Aber auch die anstrengenden Steigungen und unerwartete Hindernisse auf wenig genutzten Streckenabschnitten machen die Route für Laufsportler zu einem echten Erlebnis. Für die Sicherheit der Teilnehmer hatten die privaten Organisatoren des nicht öffentlichen Laufs in regelmäßigen Abständen Kontrollstationen eingerichtet, an denen die Läufer auch medizinisch betreut wurden.