Niklas Martin Landesmeister der C-Schüler

Die LM-Mannschaft 2012 mit (hinten von links) Ludwig Zimmer, Vanessa Martin, Jan Hermanns, Bärbel Thamhyn, Jan Brennecke, (vorn von links) Lara Hermanns und Niklas Martin.
 
Die Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel. Niklas Martin vorn rechts.

Bogensportler des SVUnion Seesen gut in Form: Ludwig Zimmer holt Silber in der Altersklasse

Bei klirrender Kälte folgten am letzten Wochenende die Seesener Bogensportler der Einladung des NSSV zum Landesvergleich (60 Pfeile auf 18 Meter) in die Heidmarkhalle nach Bad Fallingbostel.
Der im Januar neu gewählte Vorstand der Bogensportabteilung konnte in Kooperation mit Edeka, Rewe und VW seine Jungschützen zuvor frisch „durchstylen“. Niklas Martin präsentierte das neue Outfit mit dem wohl coolsten Auftritt des Tages. Unbeeindruckt von den 122 Schützen rechts neben ihm schoss er sich auf Scheibe 1 in der Schülerklasse C mit 474 Ring zum Landesmeister. Nikki und sein direkter Verfolger, Reik Felix Elolf (2/444 R.) vom SV Isernhagen NB, schaukelten sich gegenseitig zu Bestleistungen hoch. Beide ließen dabei die Konkurrenz weit hinter sich und hielten bis Mitte des zweiten Durchgangs mit Führungswechseln untereinander und jeweils hauchdünnen Vorsprüngen die Spannung aufrecht. Schlussendlich hatte Nikki seine Goldmedaille, nach drei Stunden konzentriertem Schießen, mit einer persönlichen Bestleistung und 30 Ring Vorsprung deutlich und hochverdient gewonnen.
Weniger gut lief es für die B-Schülerinnen Lara Hermanns (6/330 R.) und Vanessa Martin (5/370 R.). Weder Betreuer Wilfried Falk, noch die Mädchen selbst, fanden Mittel an die guten Trainingsleistungen anzuknüpfen. Zwar gelang es gemeinsam einige Fehler abzustellen, aber zufrieden konnte damit niemand sein, denn es gingen bei den zahlreichen Einzelkorrekturen zu viele Ring und damit der Anschluss an die Mitstreiterinnen verloren. Aus der Situation heraus gebührt den jungen Damen aber uneingeschränkt Respekt, denn der Wettkampf wurde nicht aufgegeben, sondern es wurde im zweiten Durchgang noch einiges wettgemacht. Gold holte Lea Marie Schweer von der SGes. Hagenburg mit 518 Ring.
Erwartungsgemäß gut positionierten sich Jan Herrmanns mit 494 Ring auf Platz 10 und Jan Brennecke mit 487 Zählern auf Rang 13 unter den 21 Startern. Die Jungendschützen hatten allerdings hohe Erwartungen an sich selbst gestellt und waren deshalb mit ihren Ergebnissen nur bedingt glücklich. Anders hingegen Trainer Jürgen Salewski, der zufrieden notierte: „Alles im grünen Bereich!“ Denn beide konnten sich gegenüber ihrer Qualifikationsringzahlen sogar verbessern. Junior Kevin Rudolph war erstmalig für den NJK Hannover an der LM-Schießlinie und bescherte seinem neuen Verein mit 551 Ring gleich einen Landesmeister.
Ab Samstagnachmittag waren die Erwachsenen gefordert. Unter ihnen Ludwig Zimmer, der in der Altersklasse Recurve mit dem Ziel „DM-Qualifikation“ an den Start ging. Auf dem Weg dorthin verhinderte nur Eckhard Frerichs (1/563) vom BSC Clauen, dass die Seesener einen weiteren heimischen Landesmeister feiern konnten.
Silber mit 561 Ring vermochte Zimmer aber sicher nach Hause zu bringen, gleichwohl er sich zwischenzeitig auf Rang 12 der Wertungsliste wiederfand. Im zweiten Durchgang das Feld von hinten aufzurollen ist ähnlich wie bei Verfolgungsrennen die spannendere Variante, aber eben nichts für schwache Nerven. Zimmer hatte sie nachhaltig behalten, bei seiner Lebensgefährtin Bärbel Thamhayn (18/434) lagen diese am Sonntagmorgen aber nahezu blank. Nach einer vielversprechenden Einschießphase gingen deswegen peu à peu Plätze verloren, denn jeder Fehlschuss reichte sie gleich zwei Ränge nach hinten durch und so war der angestrebte Mittelfeldplatz nicht zu halten.
In der Schützenklassen Compound brachte Ulli Gobel 566 Ring zu Papier und platzierte sich damit auf den 7. Rang.
Seine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang brachte ihn zwar weiter nach vorne, aber an die Querumer Garde mit Kai Knechtel (1/579), Marcus Laube (2/577), Sascha Pflug (3/576) und Christian Raupach (3/576) war diesmal kein Rankommen und außerdem hatten die Braunschweiger das Dreier-Podest ja ohnehin bereits überbelegt.