Bönnier wollen ein Dorfgemeinschaftshaus

Im Rahmen des Liegenschaftskonzeptes werden die Wünsche gesammelt

Die Vereine der Ortschaft Bönnien wünschen sich einen Dorfgemeinschaftsraum. Hintergrund sei, dass die heimische Gastwirtschaft Maas von außerhalb immer stärker frequentiert werde. So jedenfalls Ortsbürgermeister Rainer Bode auf der letzten Ortsratssitzung, in welcher er die aktuellen Zusammenhänge erläuterte. Angestrebt werde ein Anbau oder ein Umbau am Feuerwehrhaus, und zwar unter Verwendung von Mitteln der Dorferneuerung. Nun zeigt sich jetzt aber, dass eine Erweiterung auf dem vorhandenen Grundstück nicht möglich ist. Dagegen sprechen unter anderem neue DIN-Vorschriften. Das Feuerwehrhaus selbst steht seit Jahren ebenfalls auf der Sanierungsliste der Stadt. Noch weiß man in den zuständigen Gremien nicht, wie sich das Feuerwehrwesen in Zukunft entwickeln werde und ob es gegebenenfalls Zusammenlegungen geben wird. Auf diesem Gebiet sei zur Zeit alles offen, eingeschlossen die Renovierung und Wärmedämmung des Bönnier Feuerwehrhauses.
Der Wunsch der Bönnier Vereine nach einem Dorfgemeinschaftsraum kann folglich erst einmal nur zur Kenntnis genommen werden. Der Ortsbürgermeister wies im Verlauf der Aussprache auch auf die Situation in Königsdahlum hin, wo ein ähnliches Problem einer Lösung entgegensieht. Die Stadt erfasse momentan alle diesbezüglichen Wünsche, indem sie an einem Liegenschaftskonzept arbeite. Was jetzt Bönnien anbelangt, so stimmte der Ortsrat der Anregung des Ortsbürgermeisters zu, den Arbeitskreis Dorferneuerung wieder einzuberufen, wo das Anliegen Dorfgemeinschaftsraum eingehender diskutiert werden soll.
Für die neue Informationstafel, die man in der Störyer Straße aufzustellen gedenkt, bewilligte der Ortsrat 150 Euro für Materialkosten. Sollte diese Summe nicht ausreichen, will man die Stadt um einen Zuschuss bitten, denn die neue Tafel, welche Rainer Bode bauen wird, ohne dafür Kosten zu verlangen, wird die abgängige städtische ersetzen. Zaun und Pflaster des Spielplatzes sollen 2014 in Eigenregie ersetzt werden. Das Material dazu stellt die Stadt.
Eine rege Diskussion entstand auf der Sitzung um die Erneuerung eines Teilstückes des Fußwegs „Alte Posthofstraße.“ Hierfür hatte der Bauausschuss eine Schotterung nach vorheriger Auskofferung empfohlen. Das jedoch fand in diesem Ortsratsgremium überhaupt keine Gegenliebe, wofür mehrere Gründe vorgebracht wurden. Den seit Jahren gewünschten Neubau werde die Stadt nicht finanzieren, und der falle auch nicht in die Dorferneuerung, informierte Ortsbürgermeister Rainer Bode.
Im Ergebnis der Aussprache akzeptierte der Ortsrat die vom Bauausschuss vorgeschlagene Schotterung, die noch in diesem Jahr stattfinden sollte, lediglich als Provisorium und „Übergangslösung.“ Der seit 2008 geäußerte Antrag auf einen Neubau werde dagegen weiter aufrecht erhalten. Im Übrigen sei der Abstand der dort stehenden Container zur Straße hin viel zu gering. Was die Sanierung der langen Gasse Thie-Posthofstraße anbelange, so sei diese stadtseits als Bestandteil des laufenden Haushalts abgelehnt worden.
Kritik gab es weiterhin zu diversen Stellen im Dorf, wo es mit der Reinigung und Pflege hapere. Dazu wurde mitgeteilt, dass laut Satzung der Stadt alle Gossen und Gehwege von den Anliegern selbst freizuhalten sind. Bezüglich der wiederholten Klage, dass immer wieder Falschparker im Dorfzentrum den Verkehr behinderten, ging die Empfehlung dahin umgehend telefonisch die Stadt zu informieren, die dann jemanden herausschicke, der ein Strafmandat ausstelle. Die Polizei lehne solches ab, da es nicht ihre originäre Aufgabe sei.
Noch nicht weitergekommen ist man in Bönnien aus eigenen Mitteln, über Spenden oder über eine Sammlung ein Geschwindigkeitsmessgerät zu finanzieren, dessen Kosten mit 2000 Euro beziffert werden. Der Ortsrat will sich des Problems jetzt annehmen.
Das Dorf besitzt nach Mitteilung des Bürgermeisters aktuell 457 Einwohner und zeigt in dieser Hinsicht seit Jahren Konstanz. Die zur Verfügung stehenden Ortschaftsmittel belaufen sich momentan auf 1848 Euro. Die diesjährige Seniorenfahrt wird am 10. September in das Werratal, mit den Schwerpunkten Hannoversch-Münden und Witzenhausen, führen und aus terminlichen Gründen wurde bereits jetzt der Seniorenadvent auf Mittwoch, 3. Dezember, festgelegt.