Die 100 wurden geknackt

Detlef Kentler, Vorsitzender der Bürgerstiftung, dankt Prof. Dr. Hannes Schammann für seinen interessanten Vortrag.

Bürgermahl der Bürgerstiftung bringt einen Erlös von rund 3.000 Euro ein

„Was für ein herrliches Bild“, schwärmte Detlef Kentler bei der Begrüßung des inzwischen fünften Bürgermahls.

Wieder hatte die Bürgerstiftung Bockenem nach Bönnien in die Gaststätte Maas geladen und der Saal war mit 105 Gästen bestens gefüllt. Noch größer geht es wahrscheinlich nur in einer Turnhalle oder unter freiem Himmel. „Das Bürgermahl ist angekommen und hat seinen Platz im gesellschaftlichen Leben gefunden“, freute sich Kentler. Selbst einige Bockenemer, die selbst nicht am Mahl teilnehmen konnten, haben der Stiftung Zuwendungen zukommen lassen. So ergibt sich ein Erlös von etwa 3.000 Euro, der in zehn bis zwölf Projekte fließen kann.
„Wir unterstützen damit zu 100 Prozent bedürftige Menschen im Ambergau“, erklärte Kentler. Die größten Förderungen im vergangenen Jahr waren die Hausaufgabenhilfe, der soziale Tannenbaum, Gutscheine für den Frühschwimm­unterricht und die Sprachförderung für Flüchtlinge. In den sechs Jahren des Bestehens seien schon 25.000 Euro in die Region geflossen. Das alleine sei aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals natürlich nicht machbar, vor allem in Zeiten des aktuellen Zinsniveaus, so der Vorstandsvorsitzende. Eines seiner Ziele sei es daher, die Mitgliedszahl deutlich zu erhöhen: „Das versuchen wir aber schon länger, das klappt noch nicht so recht.“
Umso wichtiger seien Veranstaltungen wie das Bürgermahl. Den diesjährigen Referenten kündigte Kentler in den höchsten Tönen an. Prof. Dr. Hannes Schammann, Juniorprofessor an der Universität in Hildesheim sprach zum Thema „Grenzen des Engagements – Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit“. „Die Idee dazu kam bereits im Spätsommer 2015 von Maike Becker. Erst hatten wir Bedenken, doch der Vortrag ist höchst interessant,“ erhöhte Kentler die Spannung.
Schammann ist seit Oktober 2014 in Hildesheim, arbeitete vorher unter anderem bei der Robert-Bosch-Stiftung als Projektleiter für Migration und Integration und war auch beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beschäftigt. Zu Beginn seines knapp halbstündigen Vortrages wartete er mit einigen Zahlen auf. Anschließend ging er auf die Arbeit der Ehrenamtlichen ein und ging zum Abschluss auf die Frage ein, warum Zweifel an Flüchtlingen und Zuwanderung gar nicht so schlimm, sondern sogar „systemrelevant“ seien (siehe Extra-Bericht).
Kentler dankte Schammann nicht nur für den Vortrag, während dem die Gäste höchst interessiert folgten, sondern auch dafür, dass er auf sein übliches Honorar verzichtet habe. Anschließend ging es dann zum kalt-warmen Buffet. Zuvor hatte es in der Bönnier Kirche wie üblich einen Gottesdienst mit Pastor Werner Warnecke gegeben. Sonja Krause hatte dazu gesungen.

Den kompletten Artikel können Sie in der gedruckten Ausgabe vom 11. Februar lesen.