Doppeltes Glück für die Bönnier Kirchgänger

Freuen sich, dass der Weg von der Störyer Straße zur Kirche ein neues Pflaster erhalten hat: Pastor Werner Warnecke, der Kirchenvorstand und Bürgermeister Martin Bartölke (rechts). Die Stadt hatte das Basaltpflaster günstig zur Verfügung gestellt.

Bönnier weihen den Kirchweg mit Erntedank-Gottesdienst und Dorffest ein / Tanne vor der Kirche bleibt erhalten

Fünf Jahre hat es gedauert bis der Kirchweg endlich eingeweiht werden konnte. Schon im Jahr 2007 setzte sich der damalige Kirchenvorstand zusammen und wollte den nur aus dünnen Schottersteinen bestehenden Weg von der Störyer Straße zur Kirche erneuern. Die Bönnier sammelten. Auf Hochzeiten, bei Dorffesten, der Bastelkreis; 7.500 Euro kamen so am Ende zusammen. Ein weiterer Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro wurde vom Kirchenamt aus Hildesheim beigesteuert. Doch auch das wäre noch zu wenig gewesen. Glücklicherweise befindet sich Bönnien aber noch bis 2015 im Dorferneuerungprogramm.
Im Februar des letzten Jahres wurde der Antrag gestellt. Problem: Da die Kirche denkmalgeschützt ist, sollte ein Natursteinpflaster verwendet werden. Dies wäre jedoch zu teuer gewesen, sodass die ganze Angelegenheit zu scheitern drohte. Doch noch einmal hatten die Bönnier Glück. Während der Bauarbeiten der Störyer Straße wurde auch der dortige Bürgersteig erneuert. Vorher war dort Basaltpflaster verlegt. Die Steine, Eigentum der Stadt Bockenem, stellte die Verwaltung zu einem äußerst günstigen Preis zur Verfügung. „Wir danken Bürgermeister Martin Bartölke und Bauamtsleiter Bernd Arndt, dass sie uns so schnell und umkompliziert geholfen haben“, sagte Kirchenvorstandsmitglied Jens-Michael Guder während der Einweihungsfeier.
Am 28. Juni kam dann endlich die Zusage vom Landesamt, dass der Zuschuss gewährt wird. Dann ging alles ganz schnell. Der Auftrag wurde an die Störyer Firma Rudolph-Bau vergeben, der diesen Ende August ausgeführt hat. Mit eingebracht haben sich zudem Wilhelm Härke, der die Steine transportierte und Familie Ließler. „Was lange währt, wird endlich gut“, freute sich Jens-Michael Guder über den nun fertigen Weg.
Nachdem Pastor Werner Warnecke ihn gesegnet hatte, konnte endlich das Band durchschnitten werden. Anschließend feierten die Bönnier das Ereignis bei schönstem Wetter. Für die Gyrospfanne musste sogar noch etwas nachgeholt werden und auch die Weißwürste und Brezeln waren fast alle weg. Dazu durfte natürlich auch selbstgebackener Kuchen nicht fehlen. Für die Kinder gab es zusätzlich kostenlose Süßigkeiten. Zuvor wurde bereits der Erntedank-Gottesdienst gefeiert.
Der Kirchenvorstand teilte zudem mit, dass die große Tanne vor der Kirche erhalten bleibt und auch in diesem Jahr zu Weihnachten den Ort erleuchten wird. Entgegen früherer Mitteilungen ist dementsprechend auch kein Tannengrün erhältlich.