Parkplatz-Ärger in Bönnien nach Straßenumbau

Die Parksituation in der Störyer Straße sorgt in Bönnien für Ärger.
 
Der Holzpavillon wurde in Eigenleistung geschaffen.

„Wildes Parken“ in der Störyer ist Hauptthema in der jüngsten Ortsratssitzung / Tanne wird wieder beleuchtet

Es besteht kein Zweifel. Mit der Fertigstellung der Störyer Straße hat Bönnien eine wesentliche Ortsbildverbesserung erhalten. Die Maßnahme stand seit Längerem an, und die Kosten dafür waren nicht gering. Der Neuausbau der Sraße erforderte immerhin 1.147.000 Euro, darin ein Zuschuss des Landes Niedersachsen in Höhe von rund 400.000 Euro. Für die Schmutzwasserkanalisation musste die Stadt 153.800 Euro berappen und für die Regenwasserkanalisation noch einmal 94.300 Euro; diese Zahlen laut Veranschlagung im Haushaltsplan. Zudem informiert ein Schild am Zugang zu dieser Straße, dass die gesamte Maßnahme von der EU aus dem „Programm zur Förderung des ländlichen Raums“ unterstützt wurde.
Nach Fertigstellung der Straße besitzt sie durchgängig eine Breite von 5,5 Metern, von Störy her einen Bürgersteig auf der Nordseite, ab Eingang Hagenbach auf der Südseite. Sie besitzt eine Muldengosse und an einigen Stellen Pflanzbeeete, die Voraussetzung für die Erlangung von Fördermitteln waren. An einigen Nebenstraßeneinmündungen stehen etwas zurückgesetzt Natursteinpoller
Nachdem nun aber alles gut hergerichtet ist, macht sich großer Ärger breit. Beim Ortsbürgermeister Rainer Bode liefen verschiedene Beschwerden ein, so dass dieser sich jetzt veranlasst sah, das Thema „Störyer Straße“ zum Hauptpunkt der letzten Ortsratsssitzung aufzuwerten, zu der dann auch eine beachtliche Zahl von Bürger gekommen war.
Es sind gleich mehrere Punkte, welche die Bönnier jetzt stören. Vorrangig wird das „wilde Parken“ auf dem neuen Gehweg genannt. Parken auf dem Gehweg ist bekanntlich nicht erlaubt, doch in Bönnien parkt man so, wie es früher üblich war, als es diesen Gehweg noch nicht gab. „Die Leute denken jetzt plötzlich anders“, bemerkte dazu der Ortsbürgermeister.

Verkehrskommission soll Lösung finden

Da in der Ortsmitte und vor der Gastwirtschaft Maas jetzt Pflanzbeete liegen und die Straßengestaltung hier ein neues Bild erhalten hat, sind allein für den Gastwirt Mass zehn Parkplätze entfallen. Besonders eng wird es dann abends, wenn die Gäste kommen und parken wollen oder wenn ein Reisebus ankommt. Dann stehen die Fahrzeuge nicht nur dicht an dicht auf dem Gehweg, sondern sie parken auch die Straßeneinmündungen und Zufahrten zu. Sogar die Pflanzbeete müssen herhalten. Mit solchem Parkverhalten sei es für große landwirtschaftliche Fahrzeuge oft unmöglich zu passieren, hinderlich seien auch die gesetzten Steinpoller.
Mehrere Zuhörer dieser Ortsratssitzung übten herbe Kritik. So könne es nicht weitergehen, meinte schließlich der Ortsrat, nachdem zuvor der Ortsbürgermeister die gesamte Problematik der jetzigen Situation ausführlich dargelegt hatte. Die Bandbreite der gemachten Vorschläge zur Abhilfe reichte dann vom Parkverbot im Bereich von Ein- und Zufahrten bis hin zum beidseitigen Halteverbot im Einmündungsbereich des Klosterkamps.
Die lange Diskussion endete schließlich mit dem Einvernehmen, die Stadt mit diesem Problem zu konfrontieren, damit diese die Verkehrskommission des Landkreises informiere, die dann Vorschläge zur Abhilfe unterbreiten solle. Selber sah man eine Möglichkeit dahingehend, ein Schild zum halbseitigen Parken aufstellen zu lassen, womit dann das Parken auf dem Gehweg unter Freilassung von 1,5 Metern für Passanten erlaubt werde und zusätzlich ein generelles Parkverbot an einigen kritischen Stellen.
Mit 455 Einwohnern am 1. Oktober 2012, darunter 443 mit Hauptwohnsitz, hat die Bevölkerung Bönniens elf Einwohner gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahr verloren. Das sei ein moderater Rückgang, wenn man vergleichsweise andere Ortschaften im Stadtgebiet betrachte, bemerkte dazu Ortsbürgermeister Rainer Bode.

Holzpavillon auf
dem Spielplatz


Neu auf dem Thieplatz steht inzwischen ein in Eigenleistung geschaffener Holzpavillon, der Unterstand wie Grillmöglichkeit gleichzeitig bieten soll. Er entstand parallel zum Ausbau der Störyer Straße und wurde am 1. September mit einem Straßenfest eröffnet. Dabei kam erstmals ein neues Zelt zur Aufstellung, das für 600 Euro aus Überschüssen verschiedener Feste angeschafft werden konnte. Neu auf dem Spielplatz ist auch eine vom Frauenkreis gesponsorte Schaukel. Allen, die an diesen Verbesserungen beteiligt waren und die beim Straßenfest mitgewirkt hatten, sprach der Ortsbürgermeister seinen Dank aus. Namentlich nannte er in diesem Zusammenhang Maik Heine, Wilhelm Herke, Daniel Lagershausen, der zusammen mit Hans-Jürgen Ziegenbein, der jetzt die Pflege des Friedhofs übernommen hat, der er zu dem alljährlich stattfindenden Gemeindehelfer-Essen der Stadt gemeldet habe.
Für den städtischen Haushaltsplan des kommenden Jahres wurden aus Bönnien die anstehende Baumaßnahme am Feuerwehrhaus, alternativ dort ein Wärmedämmschutz, der Fußweg Alte Posthofstraße zur Bundesstraße und der Fußweg Hagenbach gemeldet. Die eigenen Finanzmittel des Ortsrates belaufen sich aktuell auf 2017,89 Euro.
Wie der Ortsbürgermeister weiter bekannt gab, wurde das Ortseingangsschild zur Alten Posthofstraße mutwillig zerstört. Am Volkstrauertag wird der Ortsrat um 10.30 Uhr geschlossen am Gottesdienst teilnehmen. Das weihnachtliche Schmücken der großen Tanne auf dem Kirchplatz, die nun doch stehen bleibt, ist gesichert und findet laut Mitteilung des stellvertretenden Ortsbürgermeisters Ronald Ifland mit acht neugekauften Ketten zu je 20 LED-Leuchten am 24. November statt. Das erstmalige Anzünden wird dann am 30. November sein, verbunden mit einer kirchlichen Andacht um 16 Uhr und einem anschließenden Zusammensein bei Glühwein und Punsch, bei dem sich auch der Ortsrat beteiligt.