Anspruchsvolle Wander- und Klettertour

Die Dolomiten-Seilschaft 2014 des HVV Bornhausen mit Torsten Wagner, Jürgen Rademacher, Heinz-Christian Bauer und Frank Fuhrmann (von links). (Foto: bo)
 
Nichts für schwache Nerven: Die Klettertouren forderten den Bornhäusern schon einiges an Kräften ab. (Foto: bo)

Hochgebirgsabteilung des HVV Bornhausen zum sechsten Mal in den Dolomiten unterwegs

Bereits zum sechsten Mal hat die Hochgebirgsabteilung des HVV Bornhausen jetzt ihre alljährliche Tour in die Südtiroler Dolomiten unternommen. In diesem Jahr bestand die Seilschaft aus Frank Fuhrmann, Jürgen Rademacher, Heinz-Christian Bauer und Torsten Wagner. Nach der Anreise per Auto konnten die Bornhäuser in dem kleinen Bergdorf St. Zyprian ihr Basislager einrichten.
Der kleine Ort liegt auf 1071 Meter Meereshöhe in der Nähe von Bozen und eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt für Kletter- und Wandertouren durch die Dolomitenwelt und den Naturpark Schlern-Rosengarten. Am folgenden Tag stand der Masare-Klettersteig auf dem Programm. Von der Paolina-Hütte auf 2125 Meter Meereshöhe hatten die vier Wanderer zunächst einen rund 45-minütigen Aufstieg bis zur Rotwandhütte und dann nochmals steile 20 Minuten bergauf, bis zum Einstieg in den Klettersteig auf 2585 Meter zu meistern. Hier wurde die Kletterausrüstung angelegt, der Helm aufgesetzt und die Karabiner in Stahlverseilung geklickt.
Nun kletterten die Bornhäuser zunächst durch einen gesicherten Kamin zirka zehn Meter senkrecht hinunter, und anschließend vorbei an schroffen Felstürmen hinauf zur Masaréspitze. Anschließend führt der Steig wieder hinunter in eine Talmulde zwischen der Rotwand und dem Fensterturm, der eine sehr schmale passierbare Öffnung aufweist, durch die man über eine Stahlleiter in den abschließenden Abstiegsbereich, wieder hinunter zur Rotwandhütte gelangt. Nach etwa dreistündiger Felskletterei hatten die vier HVVer den Steig geschafft und nun noch den weiteren Abstieg zurück zur Paolina-Hütte vor sich. Den Abend genossen die erschöpften Bornhäuser bei einem zünftigen Hüttenabend.
Für den nächsten Tag war eine längere Höhenwanderung geplant. Hierzu fuhr man zunächst zum Startpunkt, der Seiser Alm, die oberhalb von Kastelruth liegt.
Von hier begann die Wanderung auf Europas größter Hochebene, die zunächst unter dem Goldknopf vorbei durch eine wunderschöne Almlandschaft bis zum Fuß der Rosszähne führte. Sodann folgte ein sehr steiler Serpentinen-Steig zur Rosszahnscharte auf 2490 Meter, wo die Bornhäuser ein traumhafter Blick zum Rosengarten erwartete. Anschließend führte der Weg weiter zur Tierser-Alpl-Hütte, wo sich die Wanderer mit Speckknödelsuppe stärken konnten.
Nach der verdienten Rast ging die Tour weiter durch einen wilden, teils mit Stahlseilen versicherten sehr steilen Abstieg durch das Bärenloch und weiter durch das wildromantische Tschamintal bis zurück nach Sankt Zyprian auf 1140 Meter Meereshöhe, wo man nach rund sieben Wanderstunden ankam.
Der nächste Tag führte die Bornhäuser in das Örtchen Margreid. Von hier aus wanderte man knapp eine Stunde entlang der Südtiroler Weinstraße bis zum Beginn des Fennberg-Klettersteiges. Hierzu ging es zunächst zirka 100 Höhenmeter steil bergauf und anschließend an einer kurzen unversicherten Stelle bis zum versicherten Einstieg. Die schlechten Bedingungen am Steig und der sehr lockere Fels ließen die Bornhäuser allerdings diese Tour aus Sicherheitsgründen vorzeitig abbrechen. Am letzten Tag stand nochmals eine Wanderung zur Tschafonhütte an. Auch hier waren wieder sehr steile 600 Höhenmeter zu erklimmen und nach dem Abstieg hieß es dann auch schon Abschied nehmen von den imposanten Gipfeln, den atemberaubenden Fernsichten und den spannenden Kletterpartien, die die Südtiroler Dolomiten den Bergsteigern des HVV jedes Jahr aufs Neue zu bieten haben.