Das Dorf der gesperrten Brücken

Kein Durchkommen möglich: die gesperrte Schäferhofbrücke.

In Bornhausen macht sich Unmut breit / „Kümmert sich da niemand drum?“

Das Thema Brücken, insbesondere deren Unterhaltung oder Instandsetzung, ist im Stadteil Bornhausen bereits seit Jahren Dauerthema. Die Schäferhofbrücke ist weiterhin gesperrt, was beim Gebäudebrand Weihnachten 2013 bereits für Ärger bei der Feuerwehr gesorgt hat. Damals musste das Gitter weggerissen werden, um die Löschwasserversorgung zu gewährleisten. Auf die Problematik hatte Ortsbrandmeister Klaus Kiehne vorher schon immer zu Bedenken gegeben.

Dann wurde, nach der Ernte 2014, von einem Bornhäuser Landwirt das Geländer der Fußgängerbrücke über die Schildau zwischen Neustädter Straße und Bachstraße beschädigt, als sich sein Mähdrescher offenbar selbstständig gemacht hatte. Obwohl hier ein Verursacher feststeht und sicherlich auch Versicherungsschutz besteht, wurde auch diese Brücke einfach gesperrt, beklagt man in Bornhausen. Geschehen ist seither nichts mehr.
Und ganz aktuell wurde die Fußgängerbrücke in der Grabenstraße gesperrt. Diese wurde von Schülern genutzt, um vom Dorf aus zur Bushaltestelle am Kammerkrug zu gelangen. Die Schüler müssen jetzt direkt im Einmündungsbereich Klingenhagener Straße / B 243 gehen. Hier gibt es an der Schildau nicht mal einen Bürgersteig. Zudem wird diese Fußgängerbrücke auch und gerade von älteren Bewohnern genutzt, um zum Friedhof zu gelangen. Auch diese Leute müssen jetzt den Gefahrenbereich passieren. „Kümmert sich da denn niemand drum?“, will ein besorgter Anwohner wissen. In Bornhausen wird das Thema „Brückensperrung“ in diesen Tagen heiß diskutiert – und zwar nach dem Motto: In Seesen reißt man intakte Straßen auf und die Ortsteile haben das Nachsehen...