Ein erfolgreiches vorweihnachtliches „Trio“ in Bornhausen

Die Kinder vergnügten sich beim Kasperle-Theater.
 
Bei Schneefall war das Musizieren im Adventswald gar nicht so einfach für das Volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen.

Adventsmarkt, Hobbykünstlerausstellung und Kinderspielzeugbasar – Auch der Weihnachtsmann schaute schon einmal vorbei

Ein überaus erfolgreiches, vorweihnachtliches Trio hat sich in den vergangenen Jahren fest in Bornhausen etabliert. Die Besucherresonanz am vergangenen Wochenende sprach wieder einmal für sich. Wer am Sonnabend oder Sonntag den Dorfplatz zwischen Kirche und Dorfgemeinschaftshaus ansteuerte, der konnte sich dem dortigen Flair nicht entziehen. Zum einen hatte man wieder einen Adventsmarkt , nunmehr schon zum 11. Mal, auf die Beine gestellt, zum anderen hatten sich die Pforten der Turnhalle zur inzwischen schon 25. Hobbykünstler-Ausstellung geöffnet, und drittens schließlich verzeichnete der vom örtlichen Kindergarten organisierte Kinderspielzeugbasar einen Ansturm.
Der offizielle Startschuss – wie gewohnt angekündigt durch das Glockengeläut der St.-Catharina-Kirche – fiel am frühen Sonnabendnachmittag. Bevor es aber so weit war, feierte man mit Pfarrerin Claudia Falkenreck-Wünsche eine kleine Andacht. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht vom Propsteiposaunenchor Seesen, zu dessen Klängen die Besucher gemeinsam besinnliche Lieder sangen.
Bornhausens Ortsbürgermeister Jürgen Kühl, der anschließend den Adventsmarkt offiziell eröffnete, war nicht mit leeren Händen gekommen. Zum einen dankte er „Platzwart“ Jürgen Rademacher, stellvertretend für die vielen fleißigen Helfer, für deren Arbeit und Mühe beim Aufbau des Weihnachtswaldes, mit einem flüssigen Präsent und hatte dann Blumen parat für Barbara Finster, die nunmehr schon zum 25. Mal die Hobbykünstlerausstellung organisiert hatte. Blumen gab es auch für Pfarrerin Claudia Falkenreck-Wünsche für die immer wieder wundervolle Atmosphäre während der Andacht, aber auch dafür, dass die Kirche an beiden Tagen während der Öffnung des Adventsmarktes offen war und jedermann eintreten konnte, um im adventlichen Trubel in der Kirche einen Moment inne zu halten um zur Ruhe zu kommen.
Besser hätte man sich am ersten diesjährigen Adventswochenende kaum auf das bevorstehende Fest einstimmen können. Ein Übriges tat die Atmosphäre bei der Ausstellung Bornhäuser-Hobbykünstler in der Turnhalle. Die vergangenen Monate über hatten die Künstler für diesen traditionellen Basar gerüstet, der es an Geschenk-Ideen und meisterlicher Handwerkskunst nicht mangeln ließ. Wertvolle Handarbeiten, Kunstwerke aus Holz, Gruß- und Weihnachtskarten, Glasperlen für Ketten und Armbänder, Aquarelle, Likör- und Quittengelee, Adventskränze und -gestecke in allen Variationen, die weg gingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, ferner liebevoll bemalte Tontöpfe, wärmende, selbst gestrickte Strümpfe, und Dekorations­ideen mit winterlichen und weihnachtlichen Motiven – das „Sortiment“ ließ wirklich keine Wünsche offen. Auf besonderes Interesse stieß die Glasgraveurin, der man bei der Arbeit über die Schulter schauen konnte. Außerdem war wieder eine große Modelleisenbahn mit entsprechender Geräuschkulisse in der Turnhalle aufgebaut worden. Vor allem die Kinder konnten sich nur schwer vom Anblick der Lokomotiven losreißen. Gern sahen sich die Sprösslinge außerdem die Kasperle-Theater-Aufführung an, für die die Schildberger Theatergruppe verantwortlich zeichnete. Mit leuchtenden Augen und reger Anteilnahme machten die Kinder da begeistert mit, als es auf die Suche nach dem Seppl ging.
Aber auch das Angebot „vor der Tür“ stimmte, wo Gertrud Wintel zugunsten der SOS-Tierhilfe Seesen Mistelzweige verkaufte. Hier bildeten wieder die geschmückten Holzbuden im Adventswald das Fundament für den Adventsmarkt. Die örtlichen Vereine und Verbände offerierten derweil Leckereien wie Kassler im Brötchen, Kartoffelpuffer, Schlachtesuppe oder Fischbrötchen und selbstverständlich Glühwein, Jagertee und heiße Schokolade zum Aufwärmen. Zum „Verschnaufen“ bot sich – auch das gehört schon zur guten Tradition – ein Besuch der „offenen“ St.-Catharina-Kirche an.
Sein stimmungsvolles Ambiente entfaltete der Markt aber vor allem mit Einbruch der Dunkelheit. Hunderte Kerzen und Glühlampen erstrahlten an den Tannenbäumen und tauchten die Szenerie in warmes Licht, auch die Fassade der St.-Catharina-Kirche war gegen den dunkelblauen Nachthimmel goldgelb erleuchtet und aus den acht Verkaufsbuden funkelten tausende Lichter. Der Geruch nach Glühwein vermischte sich mit dem herzhaften Duft von Bratwürsten. Zur perfekten Adventsstimmung trug in den frühen Abendstunden des Adventssonntags auch das Volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen mit seinem Auftritt bei.
Als anschließend noch der Weihnachtsmann vorbeischaute, waren auch die Kinder restlos begeistert. Bei so entspannter Stimmung bildeten nette Begegnungen schließlich das Tüpfelchen auf dem „i“, um allen Beteiligten schöne vorweihnachtliche Stunden zu garantieren.
Übrigens, die Marktbude des HVV Bornhausen bleibt, wie auch schon in den letzten beiden Jahren, noch für etwa zwei Wochen auf dem Dorfplatz stehen und allabendlich Glühwein und Bratwurst im Angebot haben.