Einblicke in die Köhlerarbeiten

Die Bornhäuser Reisegruppe besuchte die Harzköhlerei Stemberghaus bei Hasselfelde.

Bornhäuser Senioren besichtigten die Harzköhlerei Stemberghaus bei Hasselfelde

Die Senioren und Seniorinnen aus Bornhausen kehrten jetzt von ihrer Halbtagesfahrt in die Harzköhlerei Stemberghaus bei Hasselfelde zurück.

Der besorgte Blick zum Himmel bei der Abfahrt des Reisebusses erwies sich als nicht unbegründet, denn als sich die 39-köpfige Reisegruppe auf die Fahrt über Clausthal-Zellerfeld, Dammhaus, Sonnenberg, Braunlage und Tanne nach Hasselfelde machte, fielen im Oberharz schon die ersten Regentropfen.
Aber die Bornhäuser hatten dennoch ein Riesenglück mit dem Wetter. Während es vor allem auf der Rückfahrt teils kräftig goss, verirrten sich nur einige wenige Tropfen zum Stemberghaus. Zuvor waren die Teilnehmer von Ortsbürgermeister Jürgen Kühl herzlich begrüßt worden.
Er wünschte allen einen interessanten und ereignisreichen Nachmittag. Auf dem Gelände der Harzköhlerei schließlich begrüßte Peter Feldmer, Präsident des Harzer Köhlervereins und Vizepräsident des Europäisichen Köhlervereins, die Reisegruppe und wünschte zunächst „Gut Brand“ mit einem Glas „Flüssige Holzkohle“, hergestellt nach einem alten Köhlerrezept.
Zum Gelingen des Nachmittags trug nicht nur die angebotene Führung über die Produktionsplätze und durch das Köhlermuseum bei, auch die sehr informativen Erläuterungen Feldmers über die Arbeit der Harzer Köhler stieß bei den Bornhäusern auf großes Interesse.
Als eine der letzten Köhlereien unserer Heimat bot sie Gelegenheit, die traditionsreiche Verkohlung des Holzes vor Ort kennenzulernen. Auch das für Deutschland einzigartige Köhlereimuseum gab Einblick in die Entwicklungsgeschichte der Köhlerei und vermittelte einen Eindruck davon, unter welch schwierigen Bedingungen die Köhler lebten und arbeiteten. Keine andere historische Waldnutzungsart hat den Harzer Forst derart tiefgreifend gestaltet und verändert wie die Holzköhlerei.
Wie in anderen Mittelgebirgen unserer Heimat rauchten auch im Harz über Jahrhunderte die Meiler. Riesige Waldbestände wurden genutzt und geplündert, um den immensen Holzkohlebedarf für die Eisen- und Hüttenwerke zu stillen. Als Peter Feldmer seine Führung mit den Worten schloss: „Ohne Köhlerei gäbe es keine Eisenschmelze, keine Industrialisierung und auch keine moderne Zivilisation“, konnten die Bornhäuser nur noch zustimmen.
Anschließend an die Führung gab es noch die Gelegenheit im Köhlerladen die eine oder andere Spezialität aus der Harzregion zu erwerben. Vor der Heimfahrt wurde in der urigen Köhlerhütte noch eine gemütliche Pause bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee, aber auch der ein oder anderen herzhaften Harzer Wurstplatte, eingelegt.
Ortsbürgermeister Jürgen Kühl und die Mitglieder des Ortsrates, die zu dieser Fahrt eingeladen hatten, bedankten sich für die rege Teilnahme und laden schon jetzt alle Bornhäuser Seniorinnen und Senioren zur Weihnachtsfeier am Sonntag, 7. Dezember, um 14 Uhr, in die dann wieder festlich geschmückte Bornhäuser Turnhalle ein.