Enthusiasmus und Geld sind vonnöten

In Bornhausen soll ein Dorfladen eröffnet werden / Infoveranstaltung am Freitagabend

In Bornhausen nimmt das Projekt „Unser Dorfladen“ konkrete Formen an. Am kommenden Freitag, 31. Mai, findet zum Thema eine Informationsveranstaltung statt. Dazu lädt der Ortsrat alle interessierten Bornhäuser herzlich ein. Nach der Schließung des Ladens von Heide Brunke in der Grabenstraße hatte der stellvertretende Ortsbürgermeister Hans-Walter Pallinger die Idee, einen Dorfladen zu gründen, um den Bewohnern weiter die Möglichkeit zum Einkauf im Ort zu geben. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres nahm er daher an einer Tagung in Verden des Landwirtschaftsministeriums zum Thema Dorfläden teil; mit Besichtigung eines „Vorzeigedorfladen“ in Kirchlinteln.
Pallinger hat seither viele Kontakte geknüpft und Gespräche geführt, unter anderem mit dem Planungsinstitut des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) sowie Wolfgang Rodewald, Bürgermeister von Kirchlinteln und Vorsitzender des Dorfladens in Bendingbostel. Ende April fand bereits eine Tagung der ILEK unter dem Thema „Ohne Moos nix los“ in Bornhausen im Schützenhaus statt. Auch damals beschäftigten sich die Anwesenden bereits ausgiebig mit dem Thema eines Dorfladens in Bornhausen. Seitdem wurden auch Gespräche mit den ehemaligen Ladenbetreiberinnen Heide Brunke und Edeltraud Keul wegen eventueller Mietmöglichkeiten geführt.
Nun findet am Freitag, 31. Mai, um 19 Uhr in der Gaststätte „Brodthage“ ein Infotermin stattt. Kirchlintelns Bürgermeister Wolfgang Rodewald hat zugesagt, dabei zu sein, ebenso wie Theo von Megen vom Dorfladen in Wildemann und Wolfgang Kleine-Limberg (ILEK).
Hans-Walter Pallinger hatte bei der jüngsten Ortsratssitzung das Thema bereits ausführlich vorgestellt und auch auf die bestehenden Schwierigkeiten hingewiesen. So bestehen in der nahegelegenen Ortschaft Rhüden und auch in Seesen gute Einkaufsmöglichkeiten.
Es gibt zudem nur wenige Großhändler, die einen Dorfladen beliefern könnten oder würden. Außerdem, und das ist sicherlich eine der höchsten Hürden, benötigt man für den Start rund 80.000 bis 100.000 Euro an Kapital. Daher müsste ein Förderverein (Pallinger: „Mit mindestens 100 Mitgliedern!“) gegründet werden. „Und man braucht ganz viele Freiwillige“, ergänzt Hans-Walter Pallinger. Ob Bornhausen dazu fähig ist und es genug Enthusiasmus, Begeisterungsfähigkeit und Schwung in Bornhausen gibt, wird sich zeigen. Zum Infotermin sind alle Interessierten herzlich eingeladen.