Gelungenes Benefizkonzert in Bornhäuser Kirche

Begeistert lauschten die Besucher den Klängen des Orchesters und der Sänger. (Foto: Altenhoff)
 
Schon vor dem Konzert und auch danach herrschte auf dem Dorfplatz zur Freude der Sponsoren dichtes Gedränge. (Foto: Altenhoff)

Der Spendenzweck gilt den Hochwassergeschädigten in Bornhausen

Besondere Situationen erfordern außerordentliches Handeln. So hatten das volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen und die Bornhäuser „Kammerkrugsänger” sowie das evangelische Pfarramt am vergangenen Sonntag zu einem gemeinsamen Benefizkonzert in die St.-Catharina-Kirche eingeladen.
Das Programm wurde im Rekordtempo auf die Beine gestellt. Am Ende stand eine ansehnliche Summe zu Buche, die sich aus dem Erlös des Konzertes sowie dem Verkauf der gespendeten Würstchen (Fleischerei Behnke), Brötchen (Bäckerei Brieske), Kaffee und Kuchen (Kindergarten Bornhausen), aller Getränke (Einkaufsmarkt Marquardt) und dem Verkauf von Jutetaschen (Trend Design Bornhausen) zusammensetzte. Und jeder Cent kommt den Hochwasser-Opfern in Bornhausen zugute.
Mit in dem von Thomas Doss bearbeiteten Lied „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre” – in dem die Natur, wie Gott sie schuf, in prachtvoller Weise widergespiegelt wird, eröffnete das volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen unter der Leitung von Ulrich Finster das Benefizkonzert.
Es waren extra noch Stühle aufgestellt worden, und so konnte denn die Bornhäuser Pastorin Claudia Falkenreck-Wünsche die Zuhörer und Zuhörerinnen in der bis fast auf den letzten Platz besetzten Kirche zu diesem Konzert im Namen des Kirchenvorstandes und der „Koordinierungsgruppe Hochwasserhilfe“ willkommen heißen. „Der Anlass für dieses Konzert ist kein freudiger”, so die Pastorin, „aber es ist gut, dass so viele Menschen heute hier sind zum Benefizkonzert. Benefiz heißt von der ursprünglichen, lateinischen Wortbedeutung her: etwas Gutes tun.
Und in diesem Sinne haben wir hier in Bornhausen in den letzten Wochen erlebt, wie viele Menschen kleinere und größere Benefizaktionen veranstaltet haben – meistens im Hintergrund , ohne großes Aufsehen und Presse. Und so groß der Schock und die Schrecken und vor allem auch die Schäden des Hochwassers sind, so überwältigend und beeindruckend sind diese vielen Benefizaktionen, diese Solidarität und kompetente Hilfsbereitschaft.”
Abschließend dankte sie den Musikern und Musikerinnen des Blasorchesters und den „Kammerkrugsängern” für das spontane Konzert und wünschte allen ein paar sorgenfreie Stunden. Ortsbürgermeister Detlef Gelbe schloss sich den Worten seiner Vorrednerin an, bedankte sich im Namen des Ortsrates ebenfalls bei den vielen Helfern während des Hochwassers.
Wobei er besonders auch die vielen Jugendlichen erwähnte, die uneigennützig ihre Hilfe angeboten haben. „Wir sind schon eine gute Gemeinschaft in Bornhausen”, schloss er sein Grußwort.
Mit dem Evergreen „Kleine Möwe, flieg' nach Helgoland” setzten die Bornhäuser „Kammerkrugsänger” unter der musikalischen Leitung von H.C. Bauer dann einen ersten Höhepunkt.
Es folgten das bekannte Seemannslied „Ick heff mol en Hamorger Veermaster sehn” und das Volkslied „Die Gedanken sind frei”. Zum Abschluss erklang noch die alte irische Volksweise „Molly Malone”. Für alle Vorträge gab es den verdienten Beifall der begeisterten Besucher, die anschließend gemeinsam mit dem Orchester das geistliche Lied „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren...” sangen.
Weiter ging es dann gleich schwungvoll mit dem volkstümlichen Blasorchester. Zu hören war mit dem „Florentiner Marsch” der Lieblingsmarsch für viele Orchestermitglieder, besticht er doch durch seine Stärke und Vielfalt. Musikalisch weiter ging es in Amerika mit dem Medley „Frank Sinatra in Concert“. Zu hören waren unter anderem seine international erfolgreichen Hits wie „Cheek to Cheek“, „Summerwind“ oder „Strangers in the Night“ und „New York, New York“).
Die nächsten acht Minuten standen ganz im Zeichen der Liebe. Mit „Concerto di Amore”, einem Musikstück rund um die Liebe. Ein tolles Musikstück, das in manchen Teilen an Johann Sebastian Bach und in anderen Teilen an den legendären James Last erinnern. Stimmungsvoll wurde es, als das Orchester mit „Nessaja“, bekannt auch unter der Refrain-Zeile „Ich wollte nie erwachsen sein”, einen Song von Peter Maffay, aus dem Konzertalbum „Tabaluga“, anstimmte.
Bei allen Stücken klatschen die Besucher begeistert mit und dankten dem Orchester mit reichlich Beifall. Gemeinsam verabschiedeten sich dann Orchester und Kammerkrugsänger von ihrem Publikum. Zunächst mit dem Seemannslied „Anker gelichtet” und dann noch mit der Polka „Auf der Vogelwiese”, bekannt durch die Interpretation von Ernst Mosch und seinen „Original Egerländer Musikanten”.
Zum Abschluss des gelungenen Benefizkonzertes sangen dann alle noch gemeinsam mit „Großer Gott wir loben Dich” eines der bekanntesten Kirchenlieder.
Bei dem schönen Wetter wurde auf dem Dorfplatz dann noch eine ganze Weile weiter gefeiert.