Heiko Doelfs bleibt noch ein Jahr im Amt

Für 100-prozentige Dienstbeteiligung wurden Florian Menge, Nico und Kevin Keil, Lara Doelfs und Sarah Linnekuhle ausgezeichnet. (Foto: Altenhoff)
 
Die Dienstbeteiligung ist in Bornhausen weiterhin sehr gut. Diese Jugendlichen haben nur einmal gefehlt: Henrik Wölk, Shereen Wuttke und Jan Menge. (Foto: Altenhoff)

Jugendfeuerwehr Bornhausen zieht Bilanz / Jugendgremium neu gewählt

Bevor am vergangenen Sonnabend die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bornhausen ihre Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Brodthage“ abhielten, waren zwei Tage zuvor die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr im Dorfgemeinschaftshaus zusammengekommen, um ebenfalls Jahresbilanz zu ziehen. Dazu konnte Jugendwart Heiko Doelfs neben den Jugendlichen unter anderem auch Ortsbrandmeister Klaus Kiehne und das Kommando der Wehr Bornhausen, Ehrenmitglied Heino Rollwage, Falko Frank als besonderer Gönner der Jugendwehr, Thomas Kiehne als Webmaster sowie etwas verspätet dann auch Ortsbürgermeister Jürgen Kühl willkommen heißen.

Nach den üblichen Regularien – und dazu gehörte auch die Verlesung des Protokolls der Vorjahreszusammenkunft durch die Schriftführerin Shereen Wuttke – ließ Heiko Doelfs die Aktivitäten 2015 Revue passieren. Sehr detailliert gab er einen Einblick in die umfassenden Tätigkeiten in der Jugendwehr. Mit 32 Jugendlichen war das abgelaufene Dienstjahr beendet worden. Mit 26 Jugendlichen konnte aber nur in das neue Jahr gestartet werden, denn drei Jugendliche wurden in den aktiven Dienst übergeben und weitere drei Jugendliche traten aus der Feuerwehr aus. Im ersten Quartal beschäftigte sich die Gruppe gründlich mit der „Erste Hilfe Ausbildung“ und dem Rettungssack. Weitere Themen waren aber auch die Fahrzeugbeladung, Funk und die Knotenkunde.
Nach intensiver Vorbereitung auf die Jugendflamme I und II sowie auf den Orientierungsmarsch in Astfeld wurde mit drei Gruppen an diesem Kreis-Orientierungsmarsch Anfang Juni teilgenommen. Von insgesamt 36 Gruppen wurde ein sehr guter 5. Platz und zwei gute Plätze im Mittelfeld belegt. Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz, so auf einem Fotoabend mit Bildern vom Zeltlager, einem Spieleabend, bei der Dorfrallye Anfang März und bei der alljährlichen Radtour mit abschließendem Eisessen im Juni.

Beim Orientierungsmarsch der Stadt Seesen
auf Platz eins gelandet

Vom 1. bis 8. August stand der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Das Zeltlager in Grömitz an der Ostsee gemeinsam mit der Partner-Jugendfeuerwehr Büschdorf. Bei bestem Wetter verbrachte man dort eine tolle Woche. Unvergessen dabei auch der Besuch des Hansa-Parks und der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg.
Erfolgreich verlief auch der Stadt-Orientierungsmarsch in Münchehof mit einem 1. und einem 6. Platz. Während des Marsches konnten acht Jugendliche die Jugendflamme I erwerben. Nach sehr gründlichem Üben über mehrere Wochen erhielten zehn Jugendliche am 9. Oktober die Jugendflamme II. Über ein langes Wochenende kam Mitte Oktober schließlich noch die Partner-Jugendfeuerwehr aus Halle-Büschdorf nach Bornhausen. Gemeinsam wurde der Serengeti-Park in Hodenhagen und das Bergwerk in Lautenthal besucht. Fast schon traditionsgemäß wurde nach den Herbstferien der Laternenumzug des Kigas Bornhausen mit Fackeln begleitet und letztlich auch am Hallenbossel-Turnier des MTV Bornhausen mit drei Mannschaften teilgenommen. Der Lohn war ein sehr guter 2. Platz.
„Wir haben im Dienstjahr 2015 52 Dienstabende und Veranstaltungen durchgeführt. Von 26 Jugendlichen haben im Schnitt 20 am Dienst teilgenommen“, berichtete Doelfs abschließend.
Im Dienstjahr 2015 wurden insgesamt 1910 Dienststunden geleistet. Hinzu kommen für Fahrten und Lager 5634 Stunden. Das ergibt eine Gesamtstundenzahl von 7544 Stunden.
Im Dienstjahr 2015 erreichten fünf Jugendliche eine Dienstbeteiligung von 100 Prozent. Dies waren Florian Menge, Nico und Kevin Keil, Sarah Linnekuhle und Lara Doelfs. Nur einmal gefehlt haben Henrik Wölk, Shereen Wuttke und Jan Menge. Für alle gab es einen Gutschein aus den Händen von Heiko Doelfs, den er auch für Nick Eickemeier für dessen Einsatz bei der Gewerbeausstellung im Frühjahr bereit hatte.
Nach einem genauen Überblick über die Finanzen, von Kassiererin Sarah Linnekuhle sehr detailliert vorgetragen, wurde erst einmal der Jugendwart und anschließend das Jugendgremium gewählt. Als Wahlleiter sprach Ortsbrandmeister Klaus Kiehne zunächst Heiko Doelfs seinen Dank für dessen gute Arbeit als Jugendwart aus und schlug ihn für eine Wiederwahl vor. Diese erfolgte denn auch einstimmig. Doelfs bedankte sich für das erneute Vertrauen, kündigte aber auch gleichzeitig an, das er nur noch ein Jahr für diesen verantwortungsvollen Posten zur Verfügung stehe.
Das Jugendgremium, die Wahlen erfolgten ebenfalls einstimmig, setzt sich wie folgt zusammen: Lara Doelfs (Gruppenführerin), Jan Wünsche (Stellvertreter), Finn Großmann (Jugendsprecher), Mika Adam (Stellvertreter), Sarah Linnekuhle (Kassiererin), Paul Brackmann (Stellvertreter), Shereen Wuttke (Schriftführerin) und Nico Keil (Stellvertreter).
Kurz fasste sich Ortsbürgermeister Jürgen Kühl in seinem Grußwort. Er überbrachte die Grüße des Ortsrates und zollte der Jugendwehr und seiner Führungsriege seinen Respekt für die erbrachte Leistung und den damit verbundenen Einsatz.

Jürgen Kühl: „Ich
bin begeistert von
diesen Jugendlichen“

„Ich bin begeistert von diesen Jugendlichen“, sagte er und überreichte dem Jugendwart einen Umschlag mit einer kleinen Finanzspritze. Ähnlich äußerte sich auch Ortsbrandmeister Klaus Kiehne, der Grüße des verhinderten Stadtbrandmeisters Jürgen Warnecke überbrachte. „Ich bin stolz auf meine Jugendfeuerwehr, die seit über 40 Jahren vernünftige Jugendarbeit leistet. Immerhin sind die meisten Aktiven einmal aus der Jugendwehr hervorgegangen“, so Kiehne. Auch Falko Frank bedankte sich bei den, wie er sagte, immer freundlichen Jugendlichen und überreichte ebenfalls ein Flachgeschenk.
Bevor die Versammlung nach nur knapp einer Stunde beendet war, gab Doelfs noch einige Termine bekannt, wobei hauptsächlich das geplante Zeltlager Ende Juli auf der Insel Sylt das besondere Interesse der Jugendlichen fand. Dann aber gab es Pizza satt – und das Stillsitzen hatte auch ein Ende.