In Bornhausen weht ein sanfter Wind

Pfarrer Thorsten Wünsche überbrachte ein Grußwort.
 
Die „Kammerkrug Sänger“ zeigten sich stimmgewaltig.

Stimmungsvolle Seniorenweihnachtsfeier in der Turnhalle gefeiert / Buntes Programm

Draußen wirbelten zwar noch keine Schneeflocken vom Himmel, drinnen aber, in der vom MTV Bornhausen aus Anlass der Kinderweihnachtsfeier noch stimmungsvoll dekorierten Turnhalle, wehte am zweiten Adventssonntag dennoch schon ein Hauch von Weihnachten durch die Reihen der Bornhäuser Seniorinnen und Senioren sowie ihrer Gäste.

Der Ortsrat hatte traditionell zu Kaffee, Kuchen und Getränken eingeladen und angesichts der festlichen Atmosphäre war Ortsbürgermeister Jürgen Kühl die Freude ins Gesicht geschrieben, als er bei der Begrüßung feststellte: „Ich freue mich, dass unsere Weihnachtsfeier wieder einen so großen Anklang gefunden hat.“
Schließlich bedankte sich Jürgen Kühl noch bei den „Spendern“ der wunderschönen Tannenbäume. So bei Familie Schwiderrek für den großen Baum, der auf dem Dorfplatz aufgestellt wurde, und bei Fritz Deutschmann für den Baum, der weihnachtlich geschmückt in der Turnhalle stand und anschließend einen Platz in der St.-Catharina-Kirche einnehmen wird. Ein Dank ging aber auch an die vielen Helfer, die zum Gelingen dieser Feier beigetragen hatten.
Für gute Unterhaltung war zur traditionellen Bornhäuser Senioren-Weihnachtsfeier reichlich gesorgt. Auf den Tischen stand bereits der Kuchen für alle Gäste bereit. Bei einer Tasse Kaffee dazu, konnte dann dem ersten Programmpunkt des abwechslungsreichen Nachmittags gehorcht werden.
Unter der Leitung von Claudia Schaare gefiel der Gesangverein „Eintracht“ Bornhausen zunächst mit dem Auftaktlied „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ und erhielt danach für die Lieder „Wieder geht ein Tag zu Ende“, „Zündet an das Licht der Liebe“sowie „Vor langer Zeit in Bethlehem" den verdienten Beifall. Claudia Schaare erfreute zwischenzeitlich die Gäste mit dem Gedicht von der „Weihnachtsmaus“. Weiter ging es mit den Volksweisen „Heilige Nacht“ und „Hinunter ins Tal“.
Eintracht-Vorsitzender Klaus Morig wies schon einmal auf das im Juli kommenden Jahres anstehende 140-jährige Chor-Jubiläum hin, dann sangen Chor und Gäste gemeinsam das Weihnachtslied „O du fröhliche“.
Für die von ihm gekonnt vorgetragene Weihnachtsgeschichte von einem Jungen der einen Teddy an einen armen Jungen in Indien verschenkte, erhielt der Bornhäuser Arno Sukup viel Beifall. Den gab es dann auch noch für das von ihm vorgetragene Gedicht „Christkinds getreuer Knecht“.
Auch das weitere Rahmenprogramm ließ keine Langeweile aufkommen. Die Bornhäuser „Kammerkrug Sänger“ hatten danach unter der Regie von Hans-Christian Bauer einen viel beklatschten Auftritt. Sie begannen gewohnt stimmgewaltig ihren musikalischen Vortrag mit einem weihnachtlichen Potpourri, um dann auf Wunsch des Bürgermeisters, so wie Otto Brodthage es formulierte, die Senioren mit ihren Liedern aus der Reserve zu locken.
Das gelang denn auch mit dem Seemannslied „Mary Ann“ sowie dem Song von der Gruppe Santiano „Es gibt nur Wasser“. Als Dankeschön gab es für den Chor eine „Runde“. Nach der Nationalhymne der Niedersachsen hatten die Kammerkrug Sänger noch eine Überraschung für die Bornhäuser bereit. Nach der Melodie „Hoch im Norden“, von der Gruppe Santiano, hatte der Bornhäuser Erwin Zimmer mit „In Bornhausen weht ein sanfter Wind“ einen neuen Text verfasst. Ein kaum endender Beifall war die Belohnung für diese Uraufführung, die bei den Bornhäusern bestens ankam.
Zwischenzeitlich war auch Pfarrer Thomas Wünsche eingetroffen. Er freute sich auch ein Grußwort an die Bornhäuser Senioren und Seniorinnen übermitteln zu können. Als er anschließend eine Geschichte aus dem Kalender „Der andere Advent“ vorlas, war es still geworden unter den sonst recht lebhaften Anwesenden. Die Geschichte spielte in der blutigen Ardennenoffensive im Dezember 1944, als eine deutsche Mutter mit ihren Kindern zunächst amerikanische Soldaten und anschließend auch noch deutsche Soldaten bei sich beherbergte und alle dann gemeinsam ein friedliches Weihnachtsfest feierten. Das berührte doch viele unter den Gästen. Der Bornhäuser Pfarrer wünschte abschließend allen Bürgerinnen und Bürgern ein Weihnachten des Ausgleichs, der Versöhnung und des Friedens.
Die Gäste fühlten sich an diesem Nachmittag wohl. In besinnlicher Atmosphäre kam man schnell ins Plaudern. „Die Organisatoren haben sich viel Mühe gegeben – eine schöne Feier“, war die allgemeine Meinung. Zum Abschluss waren sich die Seniorinnen und Senioren und die Mitglieder des Ortsrates dann einig: „Die alljährliche Weihnachtsfeier ist ein fester Bestandteil der Adventszeit und stimmt auf wunderbare Weise auf das Weihnachtsfest ein."