In sieben Tagen 580 Kilometer erradelt

Die Radler aus Bornhausen im Mühlenmuseum in Gifhorn.

Siebentägige Fahrradtour der Jedermann-Gruppe des MTV Bornhausen führt bis nach Lüneburg

Auch von ihrer inzwischen siebten großen Radtour – nach der Fahrt ins rheinhessische Gundersheim, dem Trip entlang der Elbe von Magdeburg in nördlicher Richtung bis nach Dömitz, der Aller-Weser-Leine-Tour, wieder an der Elbe von Magdeburg bis nach Hrensko in Tschechien, nochmals an der Elbe von der Nordsee bis Dömitz sowie der Tour entlang der gesamten Ems im vergangenen Jahr – kehrten einige der „Sommerradler“ der Jedermann-Gruppe des MTV Bornhausen jetzt wieder von ihrer großen Heide-Rundtour wohlbehalten zurück.

In sieben Etappen hatten sie insgesamt 580 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Am 5. August um kurz vor 8 Uhr morgens stiegen Rolf Werner, Manfred Hofmann, Gerhard Wagner, Werner Feldmann, Günter Altenhoff, Uwe Pinkernelle, Ewald Apfelbaum und Heinz Puhst auf die Räder, um vom Dorfplatz in Bornhausen die erste Etappe mit dem Ziel Abbesbüttel in Angriff zu nehmen. Über Wallmoden, Salder und Sauingen war der Salzgitter-Stichkanal mit der Schleuse in Üfingen ein Zwischenziel. Höhe Wendeburg ging es ein Stück weiter am Mittellandkanal und am frühen Abend war schließlich nach 82 Kilometer die erste Unterkunft in Abbesbüttel, ein langgezogenes Straßendorf und Ortsteil der Gemeinde Meine, erreicht.
Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, wurde das nächste Etappenziel in Sprakensehl, eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn, angesteuert. Nach einem Abstecher zum Naherholungsgebiet Tankumsee in Isenbüttel kam die Mühlenstadt Gifhorn in Sicht. Ein Fotostopp am Mühlenmuseum war fest eingeplant. Vorbei am Otter-Zentrum in Hankensbüttel war nach 78 Kilometern das zweite Etappenziel erreicht.
Die Weiterfahrt am dritten Tag in Richtung Norden führte durch Moorgebiete, ausgedehnte Wälder, weite Heideflächen und romantische Erholungsorte bis in die Salz- und Hansestadt Lüneburg. Zunächst war aber ein längerer Aufenthalt im Museumsdorf Hösseringen vorgesehen. Am ehemaligen Landtagsplatz des Fürstentums Lüneburg sind dort mittlerweile 22 Gebäude, von der kleinen Bleicherhütte bis zum großen niederdeutschen Hallenhaus, zu besichtigen und geben in lebendiger und anschaulicher Form Einblicke in das Leben und Arbeiten der Menschen in der Lüneburger Heide in den letzten 350 Jahren. Als am späten Nachmittag die Jugendherberge in Lüneburg erreicht war, standen erneut 78 Kilometer auf dem Tacho.
Von Lüneburg ging die Fahrt nun in Richtung Westen nach Schneverdingen. Ausgerechnet auf dieser Etappe über Wilsede und Undeloh, als die Gruppe durch die typische Heidelandschaft des Nationalparks Nordheide radelte, in der Kiefernwälder, Heide und Heidschnucken die Weite der Landschaft prägen, spielte das Wetter nicht so richtig mit. Leichter Regen und Sonne, dazu ein kräftiger Wind, wechselten ab.
Nach einem Besuch des Heidegartens im Luftkurort Schneverdingen führte die Route am Freitag wieder südwärts über Soltau, Wietzendorf, Müden a.d. Örtze und Hermannsburg nach Bergen und dort in den Ortsteil Sülze. Als die Bornhäuser dort nach 82 Kilometern ankamen, stand das gebuchte Quartier nicht zur Verfügung. Glücklicherweise wurde sofort ein Ausweichquartier ausfindig gemacht und so die Etappe noch zu einem guten Ende gebracht.
Den einzigen kräftigen Regenguss auf der gesamten Tour erwischten die Sommerradler am folgenden Tag in der Residenzstadt Celle. Nachdem sie ihren Rundgang durch die Altstadt mit den herrlich restaurierten Fachwerkhäusern und die Besichtigung des Celler Schlosses im Stil der Weserrenaissance noch „trocken“ erledigt hatten, fanden sie glücklicherweise einen Unterschlupf, so dass die Regensachen verstaut bleiben konnten. Der Radweg entlang der Aller war durch den Regen allerdings sehr matschig geworden, so dass nach der Ankunft in Abbesbüttel eine Reinigung der Räder nötig war. Auf schon bekannten Wegen, nur in umgekehrter Richtung, ging es schließlich am Sonntag von Abbesbüttel zurück nach Bornhausen, wo gegen 17 Uhr die Tour auf dem Dorfplatz endete.
Damit war eine erneut sehr interessante Radtour zu Ende, an der aber alle ihren Spaß hatten. Und so war man sich einig, auch im kommenden Jahr soll wieder geradelt werden.