Kommt Förderverein?

Ortsratssitzung am Donnerstagabend in Bornhausen – die Mandatstäger beschäftigten sich auch mit der Zukunft der Schäferhofbrücke – ein Dauerthema, dass die Bornhäuse bereits seit Jahren befassen müssen.

Sanierung der Schäferhofbrücke Thema im Ortsrat Bornhausen

Seit rund 135 Jahren führt die Schäferhofbrücke im beschaulichen Stadtteil Bornhausen über die Schildau. Sie hat in dieser Zeit schon so manchen Gefahren getrotzt und den Menschen den trockenen Weg über den Bach ermöglicht. Doch die Brücke ist extrem baufällig. Für den Verkehr ist sie deshalb schon seit längerem gesperrt. Das Betreten der Brücke kann gar lebensgefährlich sein.
Zuständig für den Unterhalt der Brücke fühlte sich seit Jahrzehnten niemand. Früher war die Domäne Bornhausen für die Instandhaltung zuständig. Doch nach deren Untergang der Domäne sind die Besitz- und Eigentumsverhältnisse unklar. Schriftwechsel aus den 1950er und 60er Jahren sollen belegen, dass das Gerangel um die Zuständigkeit noch zu Zeiten vor der Kreisreform zwischen der Gemeinde Bornhausen und den wechselnden Besitzern des Schäferhofs tobte. Der Kampf um den Erhalt der Brücke ist ob des baulich-historischen Charakters verständlich und beschäftigte am Donnerstagabend einmal mehr den Ortsrat Bornhausen.
Die Brücke ist, das wurde am Donnerstagabend einmal mehr klar, den Bürgern Bornhausens ans Herz gewachsen, sie ist quasi der Ursprung Bornhausens.  Dennoch: Die Brücke ist kaputt, und eine Sanierung unmöglich, weil zu teuer, wie Bürgermeister Erik Homann während der gut besuchten Sitzung in der Gaststätte Brodhage erklärte. Zahlreiche Bewohner des Dorfes wollten wissen, wie es weitergeht.
Sogar Vorschläge, wie eine Sanierung kostengünstiger ausfallen könnte wurden gemacht und wieder verworfen. Eine Lösung scheint sich trotzdem anzubahnen. Nun soll ein Förderverein gegründet werden, der als neuer Eigentümer der maroden Brücke fungieren könnte.
Die von der Stadt ursprünglich eingeplanten rund 90.000 bis 100.000 Euro könnte der Förderverein für eine Sanierung in Eigenleistung übernehmen. Der Orstrat erhielt den Auftrag, einen entsprechenden Antrag an die Stadt Seesen zu stellen.