Landrat nimmt Liste nicht an, sagt aber Unterstützung zu

Landrat Thomas Brych, Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch, BI-Sprecher Hans-Walter Pallinger, Matthias Sternal von der BI und Dr. Uwe Beyerbach trafen sich am Mittwoch in Bornhausen. Hier trugen die Windkraftgegner noch einmal ihren Protest vor.

Bürgerinitiative „Windkraft ja, aber nur dort wo sie hingehört” will sich weiter Gehör verschaffen

Zum Vorort-Termin hatte Hans-Walter Pallinger, Motor der Initiative „Windkraft ja, aber nur dort wo sie hingehört”, am Mittwochvormittag nach Bornhausen geladen.

Gekommen war Landrat Thomas Brych, dem die Aktivisten der BI eigentlich eine Unterschriftenliste übergeben wollten, um darzustellen, wie groß der Protest gegen die geplanten Windkraftanlagen zwischen Bornhausen und Seesen ist. 
Insgesamt 1850 Unterschriften hatte die Bürgerinititative auf diesem Wege eingeworben. Stimmen, die den Protest, das Nein zu Windkraftanlagen, noch einmal untermauern sollten. Das Problem: Der Landkreis Goslar, den Thomas Brych als Landrat vertritt, ist nicht zuständig für die Planung der Standorte für Windkraftanlagen. 
Das war auch der relativ einleuchtende Grund, warum Thomas Brych sich dagegen verwahrte, die Unterschriften nicht entgegenzunehmen. Gleichwohl war er nach Bornhausen gekommen, um sich mit der Thematik vor Ort noch einmal zu beschäftigen und auch, um seine Unterstüzung im Kampf der BI gegen die Windkraftanlagen mit einer Höhe von rund 280 Meter zum Ausdruck zu bringen.
Die Diskussion um den 87 Hektar großen Standort Bornhausen für Windkraftanlagen hatte im Mai dieses Jahres den Kreistag erreicht. Die Mitglieder debattierten am Montag heftig und kontrovers über das Thema. Die Stellungnahme des Landkreises wurde mit 22 zu 18 Stimmen angenommen. Bornhausen sollte beim Abstand geprüft werden, der Landkreis bezieht sich auf Hinweise auf dessen Unterschreitung.
Zudem sollte das negative Votum aus Seesen berücksichtigt werden. Auch darauf wies Thomas Brych noch einmal hin. Die Windkraftgegner wollen nun versuchen, ihre Unterschriften dem zuständigen Zweckverband Großraum Braunschweig zu übergeben, Vertreter dieser Behörde hatten die Entgegennahme nach „Beobachter”-Informationen bisher abgelehnt.