„Neuer Kern gebildet, der weiß, was Feuerwehr bedeutet“

Auch in diesem Jahr wieder hatte Ortsbrandmeister Klaus Kiehne die angenehme Aufgabe, zahlreiche Aktive – darunter zwei Frauen – zu befördern. Der Ausbildungsstand, so der Ortsbrandmeister, sei weiter gestiegen. (Foto: Kiehne)
 

Bornhausens Ortsbrandmeister Klaus Kiehne zufrieden über Engagement seiner Brandschützer / Beförderungen ausgesprochen

Bornhausen (uk). Die 89. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Bornhausen war Anlass, gleich mehrere Beförderungen auszusprechen. Ortsbrandmeister Klaus Kiehne konnte René Zimmer, Joshua Fuhrmann, André Nettersheim und Christian Schmidt zu Feuerwehrmännern befördern;Daniel Finster und Thomas Kiehne sind nunmehr Oberfeuerwehrmänner, Sabrina Kruse und Marina Braun wurden zu Hauptfeuerwehrfrauen befördert, und Christian Kiehne darf sich nunmehr Löschmeister nennen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Erich Herzberg senior am 10. Juni von Kreisbrandmeister Udo Borsutzky bereits zum Oberlösch­meister befördert worden war.
Neben den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft (der „Beobachter“ berichtete bereits) hatte Klaus Kiehne die angenehme Aufgabe, verdienten Aktiven zu ihren 25-jährigen Dienstjubiläen zu gratulieren. Dies sind Gerätewart Rüdiger Apfel, Atemschutzbeauftragter Erich Herzberg senior und Jugendwart Heiko Doelfs.
In seinem Jahresbericht hatte der Ortsbrandmeister zuvor die vergangenen zwölf Monate Revue passieren lassen. Seinen Worten lauschten neben den Mitgliedern auch Bürgermeis­ter Erik Homann, der Stellvertretende Bürgermeister, Ortsbürgermeister Jürgen Kühl, Polizeichef Helmut Fischer und Pastorin Claudia Falkenreck-Wünsche, die allesamt später in ihren Grußworten der Feuerwehr Bornhausen für ihr ehrenamtliches Engagement ausdrücklich Respekt zollten und Dank sagten.
„Es war wieder einmal ein pralles Jahr mit vielen Aktivitäten“, wusste Kiehne zu berichten. Sage und schreibe 45 Einsätze hatte die Bornhäuser Feuerwehr – immmerhin gerade einmal eine sogenannte Wehr mit Grundausstattung – abzuarbeiten. Aufgefallen ist dem Ortsbrandmeister, dass sich ein neuer Kern junger Kameraden gebildet habe, der verstehe, was Feuerwehr bedeutet. Feuerwehr bedeute 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bereit zu sein, und nicht nur alle 14 Tage dienstags. Außerdem habe er festgestellt, dass Wissensstand, Einsatzab­läufe und Herstellung funktionieren würden. Kiehne: „Es klappt!“ Das dokumentieren auch die Leistungen bei den Lehrgängen, die mit „sehr gut“ und „gut“ bestanden wurden.
Zu den Einsätzen in 2011 gehörten 27 Hilfeleistungen, neun Brandeinsätze und ebenfalls neun Brandsicherheitswachen. Was die Dienststunden betrifft, so hat die erste Gruppe 1.484 Stunden geleistet, die dritte Gruppe 1.250 – summa summarum also 2.734 Stunden, wobei Sitzungen oder Sammlungen von Altpapier noch gar nicht einberechnet sind. Den Bericht der dritten Gruppe gab Rüdiger Apfel ab, für die Altersabteilung sprach Herbert Baxmann, den Bericht des Atemschutzbeauftragten gab Erich Herzberg ab und den des Sicherheitsbeauftragten Dietmar Schneider. Heiko Doelfs berichtete zudem über die Aktivitäten der Jugendwehr, die heute Abend ihre Jahreshauptversammlung abhalten wird. Schließlich folgte der Kassenbericht von Werner Feldmann. Heinz Christian Bauer beantragte daraufhin die Entlastung des Kommandos.
Was folgte, waren Verabschiedungen. Dietmar Schneider, der die Altersgrenze von 62 Jahren erreicht hat, wurde mit Dank und einem Präsent aus dem Aktiven Dienst entlassen. Als Jugendwart der Nachwuchsbrandschützer, Gruppenführer der Gruppe II, Überwacher desAtemschutzes und als Sicherheitsbeauftragter war er eine wichtige Säule der Bornhäuser Wehr. Er bleibt der Feuerwehr ohnehin in der Kleiderkammer erhalten. Aus der Jugendfeuerwehr wurden zum Abschluss der Versammlung Marian Linnekuhle und Lukas Wanisch übernommen. Kiehne übergab sie in die Hände von Gruppenführer Rüdiger Apfel.
Bevor sich die Bornhäuser Brandschützer dem gemütlichen Teil widmeten, sprach Bürgermeister Erik Homann ein paar Worte an die Wehr. Für ihn sei es eine Premiere, bei der Wehr in Bornhausen zu sprechen. Neu im Amt, gab er sein Versprechen ab, als Ansprechpartner immer ein offenes Ohr für die Belange der Brandschützer zu haben.