„Nur ein Rückhaltebecken führt zu Entlastungen“

Nach den Überschwemmungen in Rhüden (Foto) und Bornhausen in der vergangenen Woche hat sich die CDU/FDP-Gruppe vor Ort ein Bild an den neuralgischen Punkten gemacht. Ihre Forderung ist klar: das Regenrückhaltebecken bei Bornhausen ist die einzige sinnvolle Möglichkeit, derartige Hochwasser in Rhüden zukünftig zu vermeiden.

CDU/FDP-Gruppe macht sich in Bornhausen und Rhüden ein Bild der Hochwasserauswirkungen

Unter Leitung von Ortsbürgermeister Jürgen Kühl wurden anlässlich der jüngsten Hochwasser in Rhüden und Bornhausen die neuralgischen Punkte an der Schildau und der Schaller aufgesucht. Ortsbrandmeister Klaus Kiehne und sein Stellvertreter Heiko Doelfs waren vor Ort und schilderten die Situation. Danach wurde nur durch die Erfahrung und dem Einsatz aller Rettungskräfte Schlimmeres verhindert. Nicht nur Sandsäcke sondern auch Dammaufschüttungen waren geeignete Maßnahmen zum Überflutungsschutz.
Der Pegel in Bornhausen zeigte Wasserstände in Rekordhöhe. Noch höhere Wasserstände sind, trotz der hohen Fließgeschwindigkeit der Bäche, hier kaum noch zu meistern. Große Probleme bereiten die Uferabbrüche der Schildau und Schaller. Umstürzende Bäume führten zu zusätzlichen Belas­tungen bei der Flutbekämpfung.
Anschließend erläuterte Ortsbürgermeisterin Irene Pülm beim Kindergarten Rhüden die dortige Situation. Eine umfassende Schadensbilanz für Rhüden muss noch erstellt werden.
Schon jetzt ist gerade den politischen Vertretern der Stadt klar und deutlich: Ohne den Einsatz durch Feuerwehr, Rotes Kreuz und freiwilligen Kräften wäre es in den Ortsteilen Rhüden und Bornhausen zu wesentlich größeren Schäden gekommen.
Alle Wehren der Stadt und der Nachbarorte waren im Einsatz. Sie haben sich für das Gemeinwohl verdient gemacht. Aus diesem Grund wird von der CDU/FDP-Gruppe angeregt, ihm Rahmen einer Veranstaltung diese besondere Einsatzsituation herauszustellen um auf diesem Weg den beteiligten Rettungsdiensten Dank zu sagen.
In den nächsten Tagen wird sicherlich eine Einsatzbilanz vorliegen. Die Daten müssen ausgewertet werden und zu Verbesserungen beim Hochwasserschutz führen.
Dazu Rudolf Götz: „Einmal mehr haben die Pegelstände an den Fluss- und Bachläufen klar und deutlich gezeigt: nur ein Rückhaltebecken bei Bornhausen führt zu Entlastungen. Es wird Zeit, dass hier etwas passiert!“
Für ein Rückhaltebecken ist folgender Planungsstand erreicht: Die zuständige Niedersächsische Behörde für Hochwasserschutz (NLWKN), führt in den nächsten zwei Wochen Abschlussgespräche durch. Die neuen Daten müssen noch eingearbeitet werden. Danach kann mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen werden.
Viele Anregungen, Einwände und Bedenken wurden bei den Vorplanungen berücksichtigt. Alle Vorarbeiten sind abgeschlossen. Die Menschen in den bei Starkregen gefährdeten Bereichen hätten ein Anrecht, nicht mehr mit der ständigen Angst vor Überflutungen leben zu müssen. Neben den Schäden geht auch ein hoher Wertverlust der Grundstücke einher.
Mit dem Beginn des Planungsfeststellungsverfahrens wird ein Datum gesetzt. Es muss jetzt schnell gehen, damit die Bürger besser geschützt werden.
Götz: „Über fünf Jahre, seit 2007, war man verschont. Seit dieser Zeit wird geplant. Das hat schon zu lange gedauert. Wenn alle Beteiligten guten Willens sind, dürfte einem Rückhaltebecken Bornhausen nicht mehr viel im Wege stehen. Dann geht es schnell und es kann gebaut werden.“