Projektplanung vorgestellt

Auf großes Interesse stieß das Dorfladenfest in Bornhausen.

Großes Dorfladenfest in Bornhausen durchgeführt

Bornhausen. Die Planungsgruppe zum Dorfladenprojekt in Bornhausen hatte jetzt zu einem Dorfladenfest eingeladen, bei dem die Bornhäuser Bevölkerung über den aktuellen Planungsstand und die weitere Vorgehensweise informiert werden sollte. Die Initiatoren konnten sich über eine große Zahl an interessierten Bürgern freuen und so begrüßte Hans-Walter Pallinger neben den über hundert Einwohnern Bornhausens auch noch Herrn Tünnermann von der Stadt Seesen, der bereits im Vorfeld seine Unterstützung bei der baulichen Planung zugesagt hatte sowie den Bürgermeister der Gemeinde Kirchlinteln bei Verden, Wolfgang Rodewald, unter dessen Leitung bereits seit vielen Jahren zwei erfolgreiche Dorfläden geführt werden.
Hans-Walter Pallinger bedankte sich ganz besonders bei der Eigentümerin des Ladens, Frau Keul, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und natürlich bei den Mitstreitern der Planungsgruppe, die nicht nur diese Veranstaltung organisiert hatten, sondern bereits seit über einem Jahr mit viel Engagement bei der Planung des Bornhäuser Dorfladens dabei sind.
In seiner Ansprache ging er weiterhin auf die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres ein und machte allen Anwesenden klar, dass ein Dorfladen in Bornhausen nur durch die Unterstützung der Bevölkerung existieren kann und man darauf angewiesen sein wird, dass die Einwohner den Laden entsprechend annehmen werden. Der Bornhäuser Dorfladen darf nicht ein Lückenfüller für das vergessene Stückchen Butter werden, sondern soll in seiner Funktion eine echte Einkaufsalternative darstellen, in der man sich mit allen Dingen des täglichen Bedarfs versorgen kann. Am Beispiel einiger bereits funktionierender Läden führte Pallinger aus, dass man von einem Dorfladen natürlich nicht die Produktvielfalt eines Discounters erwarten könne, gleichwohl aber eine Zwei-Linien-Strategie gefahren werden solle. Viele Waren werden also sowohl im Preiswertbereich als auch im höherwertigen Markenbereich im Angebot zu finden sein. Auch die Einbindung regionaler und biologischer Produkte soll natürlich verfolgt werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einrichtung eines kleinen Cafés, das sich im Dorf als zentrale Stätte der Begegnung und der Kommunikation etablieren soll. Auch der durch Bornhausen verlaufende Radweg R1 bietet Absatzchancen, um die zahlreich vorbeikommenden Radwanderer zu versorgen.
Nachdem sich die Gäste mit Erbsensuppe, Würstchen und selbst gebackenem Kuchen gestärkt hatten, folgte ein Vortrag von Frank Fuhrmann, der anhand diverser Beispielrechnungen die im Vorfeld durchgeführte Finanzplanung vorstellte.
Er erläuterte, anhand von Kostenkalkulationen zu Umbauarbeiten, Ladeneinrichtung, Warensortiment, Personal- und Raumkosten und der möglichen Gesellschaftsform als wirtschaftlicher Verein, wie es möglich sein wird, den Bornhäuser Dorfladen zu führen.
Hierzu gibt es jedoch eine überaus wichtige, grundlegende Voraussetzung. Die Bornhäuser müssen aktiv mitmachen. Diese aktive Mitarbeit teilt sich hierbei in zwei Bereiche. Zunächst ist es wichtig, dass mindesten 150 Einwohner dem Dorfladenverein beitreten. Hierfür wird ein Jahresbeitrag in Höhe von 48 Euro erhoben.
Vorbereitete Eintrittsformulare lagen bereits aus und wurden auch von einer großen Anzahl der Besucher ausgefüllt und abgegeben.
Des Weiteren müssen die Bornhäuser aber auch aktiv im Laden einkaufen. Wenn jeder Bornhäuser Haushalt pro Monat für rund 28 Euro Waren im Dorfladen einkaufen würde, könnte es gelingen. Diese 28 Euro sind natürlich nicht als zusätzliche Ausgabe zu betrachten, sondern sollten einfach im Dorf bleiben und nicht bei den großen Discountern der Umgebung investiert werden. Letztlich hat der einzelne Kunde keine zusätzlichen Kosten und kann trotzdem ein großartiges Projekt für die Steigerung der Attraktivität seines Heimatdorfes unterstützen.
Die ohnehin schon gute Stimmung der Veranstaltung wurde jetzt durch gleich zwei Auftritte der beliebten Bornhäuser Boygroup, die auch unter dem Namen Kammerkrugsänger bekannt ist, nochmals gesteigert. Erfreulich auch, dass Bürgermeister Erik Homann einen sonntäglichen Radausflug mit der Familie dazu nutzte, das Bornhäuser Dorfladenfest zu besuchen. Sichtlich beeindruckt vom Engagement der Verantwortlichen und der Resonanz der Besucher sagte auch er seine weitere Unterstützung zu.
Abschließend ist zu sagen, dass die Weichen für den Bornhäuser Dorfladen gestellt sind. Jetzt sind die Bürger dran. Jeder der Interesse an der Unterstützung des Projektes hat, sollte sich bei den folgenden Mitgliedern der Planungsgruppe melden und ein Eintrittsformular für den Dorfladenverein ausfüllen: Hans-Walter Pallinger, Frank Fuhrmann, Detlef Gelbe, Astrid Altenhoff, Hans-Werner Oschee, Detlev Wunderlich, Sven Ladwig, Heinz Schremmer, Bettina Lechthaler-Schied, Jürgen Kühl, Jürgen Rademacher und Torsten Wagner.