Seesens Grüne sprechen sich gegen Brennetage aus

Gründung eine Feldmarkinteressenschaft und Windkraftanlagen waren Themen der jüngsten Versammlung

Bornhausen / Seesen (bo / mn). Vor knapp einer Woche kamen Bündnis 90/Die Grünen in Bornhausen zusammen, um sich über aktuelle Themen auszutauschen und zu beraten. Auch einige interessierte Bürger nahmen an der Versammlung teil, um ihre Meinung zu Themen der Umweltpolitik kundzutun.
Der erste Punkt auf der Tagesordnung befasste sich mit der Gründung einer Feldmarkinteressenschaft (FMI). Die Stadt Seesen plant städtische Flächen an die zu gründende FMI zu übertragen. Die Grünen wollen sich dafür einsetzen, dass im Zuge der Veräußerung dieser Flächen ein Beitrag zum Naturschutz und zur Vergrößerung der Artenvielfalt geleistet wird.
Nach Vorstellung der Anwesenden sollten die Wegeränder mit dem Übertrag der Flächen an die FMI mit Hecken bepflanzt werden. Davon versprechen sich die Grünen die Schaffung neuer Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten. Als besonders hilfreich erwies sich in diesem Themenfeld der Austausch mit Kai-Uwe Menge. Als Vorsitzender der Feldmarkinteressenschaft Bornhausen konnte er einige wertvolle Tipps geben. Fraktionsvorsitzende Claudia Stolzenburg erinnerte zudem an die Feldmarkbegehung mit Bürgermeister Homann.
Im Anschluss daran berichtete Sven Ladwig über die Ergebnisse der letzten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses. In dieser Sitzung wurde ein Baumschutzgutachten für die Steinbühlstraße vorgelegt, das in weiten Teilen die ersatzlose Fällung von Bäumen vorschlägt. Laut dem Gutachten ist das Wurzelwerk der Bäume inzwischen zu einer Gefahrenquelle geworden. Die Wurzeln der Bäume heben unter anderem Teile der Fußwege an. Die so entstandenen Stolperfallen müssten beseitigt werden.
Die Gefahr erkannten alle Anwesenden, sprachen sich aber dafür aus, im Anschluss an die Baumfällung für eine Neupflanzung der Flächen sorgen zu wollen. Um ähnliche Schäden für die Zukunft zu vermeiden, wurden Bäume wie Eschen oder Eichen vorgeschlagen. Mit ihrem tiefen Wurzelwerk sei ein solcher Schaden nahezu ausgeschlossen.
Auch über das Treffen der Interessengemeinschaft Talsperre Bornhausen mit Bürgermeister Erik Homann berichtete Ladwig und würdigte noch einmal dessen Bereitschaft, sich den Fragen der betroffenen Anlieger zu stellen und transparent über die aktuellen Entwicklungen zu berichten.
Weitere Themen, die im Rahmen der Zusammenkunft diskutiert wurden, waren die Brennetage und die vorgeschlagenen Standorte für Windkraftanlagen. Die Brennetage wurden als umweltverschmutzend und geruchsbelästigend abgelehnt. Bezüglich der Errichtung von Windrädern erfolgte der Meinungsaustausch etwas kontroverser. Letztlich kam man mehrheitlich überein, sich weiter für den Ausbau dieser Energieform auf dem Gebiet der Stadt Seesen einzusetzen; dies aber mit angemessen dimensionierten Anlagen und in einer mit dem Landschaftsbild verträglichen Anzahl, wie bereits an der Kreisgrenze zu Northeim sichtbar.
Um die Hand weiter am Puls der Bürger zu haben, werden die Grünen weiter öffentlich tagen. Schon jetzt sind alle Interessierten zum nächsten Treffen am 12. April, 19 Uhr in der Gaststätte „Pflug“ eingeladen. Themenvorschläge aus der Bevölkerung nehmen die Parteimitglieder gerne entgegen. Per Email unter claudia.stolzenburg@gruene-seesen.de und sven.ladwig@gruene-seesen.de sind die beiden Ratsmitglieder am besten zu erreichen.